Zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt

Ein Initiativkomitee mit dem Untersiggenthaler Roman Huber sammelt aktuell Unterschriften für ein Verbot von lautem Feuerwerk.
Gehört lautes Feuerwerk in der Schweiz bald der Vergangenheit an? (Bild: Symbolbild)

Seit dem 3. Mai sammelt das Initiativkomitee der «Initiative für eine Einschränkung von Feuerwerk» Unterschriften, um in der Schweiz «Feuerwerk, das Lärm erzeugt», wie es im Initiativtext heisst, einzuschränken. Dieses soll in Zukunft nur noch für Anlässe mit überregionaler Bedeutung bewilligt werden können. Über 41 Prozent der benötigten 100 000 Unterschriften konnten bereits gesammelt werden, und man gibt sich zuversichtlich, die notwendigen Unterschriften bis zum 3. November sammeln zu können. Jetzt, kurz vor dem Jahreswechsel, der traditionellerweise mit einigem Krach gefeiert wird, ist das Initiativkomitee besonders aktiv, um seine Mitmenschen für ihr Anliegen zu sensibilisieren.

Gegen «knallendes» Feuerwerk
«Ich möchte gleich vorwegschicken, dass unsere Initiative all die Vulkane und das kleinere Feuerwerk nicht betrifft», erklärt Roman Huber, ehemaliger Redaktionsleiter des «Badener Tagblatts» und Initiant der eidgenössischen Verfassungsinitiative. Der Untersiggenthaler betreibt zudem gemeinsam mit seiner Frau eine Hundeschule. «Wir wollen lediglich, dass der private Gebrauch von Feuerwerk, das tatsächlich Krach macht, verboten wird», fährt er fort. Dem Initiativkomitee geht es dabei vor allem um all jene Feuerwerkskörper, die in der Luft oder am Boden explodieren. Die Formulierung im Initiativtext lässt allerdings offen, welche Art von Feuerwerk konkret von der Initiative betroffen wäre. Dessen ist sich auch Roman Huber durchaus bewusst. «Das liegt vor allem an der Übersetzung», erläutert er, «denn auf Französisch und Italienisch bedeutet das Wort ‹Knallen› nicht das gleich wie im Deutschen. Wir mussten deshalb eine Formulierung finden, die in allen drei Sprachen funktioniert». Welche Arten von Feuerwerk durch die Initiative betroffen würden, muss deshalb der Gesetzgeber festlegen. Immer vorausgesetzt, dass die Initiative zustande kommt und vom Volk in einer eidgenössischen Abstimmung angenommen wird.

Lärmsensible Lebewesen
Welche Art von Feuerwerk konkret unter die vorgeschlagene Regelung fallen wird, ist für Roman Huber und das Initiativkomitee am Ende auch nicht entscheidend. «Uns geht es darum, lärmempfindlichen Menschen sowie Tieren den Lärm und den damit verbundenen Stress zu ersparen», fasst Huber das Kernanliegen des Initiativkomitees zusammen. Nicht nur die vielen Haus- wie auch Nutztiere litten besonders unter dem Krach, sondern auch die Wildtiere, die der Knallerei zudem schutzlos ausgeliefert seien. «Daneben verursacht Feuerwerk natürlich auch sehr viel Abfall», gibt er zu bedenken. Bleibt abzuwarten, ob die Schweizer Bevölkerung dieser Auffassung auch folgen wird oder ob am Ende nicht doch die Freude am Spektakel überwiegt.

feuerwerksinitiative.ch