Eine ganze Schule im Zeitfieber

Sieben Wochen lang hat sich die Primarschule mit dem Thema Zeit beschäftigt. Letzte Woche wurde das Endprodukt präsentiert.
Klatschend den Takt finden: Kunstprojekt in der Schule Rütihof. (Bilder: isp)

Die beiden Kunstschaffenden Olivia Wiederkehr und Lea Schaffner hielten sich während sieben Wochen an der Schule Rütihof auf. Das Projekt heisst «Artists in Residence an Schulen» und ist ein Kultur-macht-Schule-Programm der Fachstelle Kulturvermittlung des kantonalen Departements für Bildung, Kultur und Sport. Das Vorhaben der beiden Künstlerinnen drehte sich um die Thematik der Zeit. Deshalb nahmen sie sich gleich zu Beginn der Kapelle im Dorf an. Dieser fehlten nämlich, aufgrund von Restaurationsarbeiten, die Uhren und Glocken am Kirchturm. Es wurde ein Banner mit der Aufschrift «Keine Zeit» an die Kirche angebracht. Auch liessen die beiden Künstlerinnen an der Schule die Pausenglocken auf stumm schalten. Rütihof war also gänzlich «zeitlos». Vergangenen Freitag präsentierten die Künstlerinnen, die Schülerinnen, Schüler und Kindergartenkinder ihr Endprodukt. Die rund 200 Kinder versammelten sich um ein 180 Quadratmeter grosses zusammengeklebtes Blatt Papier. Sobald man dieses bewegte, ertönten Geräusche. Sie «spielten» mit dem Blatt einen Wellengang nach, klatschten im Takt oder krochen darunter hindurch. In der 20-minütigen Darbietung setzten sie so der Zeit ein Monument.

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Petra Surber, Rütihof: «Da unsere Tochter in der Schule sehr selbstständig ist, hat sie vom Projekt zu Hause nicht viel erzählt. Deshalb weiss ich gar nicht, was mich in der Schlussdarbietung erwartet. Ich bin gespannt und freue mich.»

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Annette Rüetschi, Schulleitung: «Beim Projekt ‹Kultur macht Schule› wollten wir schon lang mitmachen. Jetzt hat es endlich geklappt. Spannend war zu sehen, wie die Künstlerinnen arbeiten und was dadurch entstehen kann.»

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Marek, 9: «Wir haben viel experimentiert. Cool war, dass wir eine Schachtel gestalten durften, die jetzt als Erinnerungsbox dient. Wir mussten weissen Stoff mitnehmen, und daraus sind Fahnen geworden. Einen Film haben wir auch gedreht.»

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Lea Schaffner, Kunstschaffende, Zürich: «Ich habe erstmals mit Kindern zusammengearbeitet. Das hat mir neue Perspektiven eröffnet und andere Blickwinkel ermöglicht. Es ist ein tolles und spannendes Forschungsfeld.»

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Amber, 10: «Ich hätte viel lieber Schulunterricht gehabt, aber cool war es trotzdem, das mit der Kunst. Wir haben verschiedene Choreografien geübt. Dass wir unter dem Blatt hindurchhüpfen durften, war echt super. »

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