Mit der Kamera auf der Pirsch

Die Fotografin Denise Stuber stellt ihre Fotos im Museum Bözberg aus. Sie erzählt von ihren Erfahrungen und Eindrücken beim Fotografieren.
Startbereit: Fotografin Denise Stuber mit einem ihrer Hunde. (Bild: zVg)

Derzeit werden im Museum Bözberg Fotografien von Wildtieren ausgestellt. Diese stammen von der Effin­gerin Denise Stuber (66). Am kommenden Sonntag, 2. Juli, erhalten ­Interessierte die Gelegenheit, die Arbeit der Tierfotografin zu bestaunen. Wer will, kann sich bereits um 12.30 Uhr zum Gottesdienst in der ­reformierten Kirche Bözberg-Mönthal einfinden. Um 13 Uhr steht der Programmpunkt «Mit der Jägerin auf der Pirsch» an. Dieser dauert bis 15 Uhr. Dabei führt Denise Stuber ihr Publikum durch den Wald und zeigt ihm ihre liebsten Fotoplätze. Wer weiss, vielleicht erspähen die Waldgänge­rinnen und Waldgänger dabei ein Wildtier? Danach bleibt bis um 17 Uhr Zeit, die Ausstellung im Museum zu besichtigen.

Fotografisches Know-how ­sammeln
Denise Stuber fotografiert seit ihrer Jugend, damals mit einer Minolta-Spiegelreflexkamera. Unterdessen ist ihre Ausrüstung professioneller geworden. Immer mehr Objektive und Kameras seien hinzugekommen, erzählt sie lachend. In all den Jahren, in denen sie als Fotografin unterwegs ist, hat die Effingerin viel Erfahrung gesammelt. Dazu gehören verschiedene Fotografiekurse, einer davon bei der bekannten Tierfotografin und Buchautorin Tanja Brandt. «Mir gefallen die neuen Herausforderungen und Überraschungen bei dieser Tätigkeit», sagt sie. «Beim Fotografieren kann ich wunderbar entspannen.» In diesem Jahr hat Denise Stuber zwei Bücher veröffentlicht. Darin erzählt sie die Geschichten der von ihr fotografierten Tiere. Die Bücher seien für alle Altersgruppen geeignet, so die Fotografin.

Neue Erfahrungen sammeln
«Letztlich braucht es für diese Tätigkeit ganz viel Übung und Freude am Ausprobieren», erklärt Denise Stuber, «man muss Neues wagen und dazu­lernen.» Es gelte, immer wieder neue Erfahrungen zu sammeln. Dafür hat Stuber in den nächsten Wochen Gelegenheit. Dann wird sie zum ersten Mal mit einer spiegellosen Kamera unterwegs sein. «Ich freue mich sehr darauf, vor allem auf die Möglichkeiten, die sich mir nun bieten», sagt die lebensfrohe Frau.

Einen der tollsten Momente hat die Fotografin erlebt, als sie im April zusehen konnte, wie kleine Fuchswelpen zum ersten Mal aus ihrem Bau kamen. Ebenfalls speziell war für sie die Reise nach Kanada im Herbst 2019 zum Wolfsexperten Günther Bloch. Dort habe sie die Brunst der Wapiti-Hirsche miterleben und fotografieren können, sagt sie. Ausserdem habe sie zwei Gabelböcke gesehen.

Die schönsten Augenblicke erlebt Denise Stuber in der Morgendämmerung. «Dann fotografiere ich am liebsten», sagt die Frühaufsteherin. Oft ist Stuber mit ihren Hunden und ihrer Kamera im Wald anzutreffen oder gleich «vor der Haustür», wie sie sagt. Dann etwa, wenn eine Wiese am Waldrand frisch geschnitten ist und sich die Füchse darauf tummeln, weil sie nach dem Mähen leichter zu Beute kommen. Die Naturverbundenheit hat Stuber von ihren Eltern geerbt, wie sie sagt. «Meine beiden Schwestern und ich waren mit unseren Eltern oft wandern.» Sich in der Natur zu bewegen, auch ganz still auf den richtigen Moment fürs richtige Bild zu warten, das ist für Denise Stuber immer noch eine Herzensangelegenheit.

Sonntag, 2. Juli, 13 bis 17 Uhr
Museum Bözberg, Kirchbözberg
museum-boezberg.ch

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Denise Stuber fotografiert seit ihrer Jugend und am liebsten in der Morgendämmerung. (Bilder: zvg | Denise Stuber)

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