Von Jugendlichen für Jugendliche

Die Jugendarbeit Region Baden hat mit den angeschlossenen Gemeinden ein buntes Badenfahrt-Projekt für die Jugend auf die Beine gestellt.
Sandra Mahr (Wettingen), André Bürkler (Baden), Urs Kuster (Siggenthal) und Fabienne Roth (Würenlos) von der Arbeitsgruppe Badenfahrt vor der Festparzelle der Jugendarbeit Raum Baden. (Bild: sim)

Der Standort des Badenfahrt-Projekts der Jugendarbeit Region Baden wurde – wie alles bei «Space 54» – in enger Abstimmung mit dem Badenfahrt-OK bestimmt und geplant. Neben der «Jugendwelt 2023» der Badener Jugendvereine ist das Projekt der Jugendarbeit auf dem Parkplatz Verenaäcker, wo an der Badenfahrt der Lunapark stehen wird, die zweite Anlaufstelle für Jugendliche an der kommenden Badenfahrt.

Für den Leiter der Jugendarbeit Region Baden, André Bürkler, stand ausser Frage, ob die Jugendarbeit an dem Volksfest mitwirken würde: «Es war klar, dass es aus fachlicher Sicht Sinn ergibt, dass die 13 Gemeinden der Jugendarbeit nur schon aus professionellen Gründen an der Badenfahrt präsent sein sollten. Wir haben uns deshalb schon früh mit der ‹Jugendwelt 2023› in Verbindung gesetzt, um unsere Angebote zu koordinieren. Glücklicherweise hat das alles sehr gut geklappt, und alle 13 Gemeinden gaben sehr schnell grünes Licht für das Engagement an der Badenfahrt.»

Weil schnell klar war, dass nicht alle Mitarbeitenden der Jugendarbeit Region Baden an der Planung beteiligt sein konnten, bildete man eine sechsköpfige Arbeitsgruppe, die unter Zuhilfenahme des kreativen Potenzials der Jugendlichen in der Region das Projekt «Space 54» ausarbeiten und planen sollte.

Kunstwettbewerb
Herausgekommen ist ein «Safe Space» für Jugendliche, wo sie sich treffen, gemeinsam entspannen oder einfach nur ihre Mobiltelefone laden können. «Wir haben versucht, einen Raum zu planen, in dem sich die Jugendlichen wohlfühlen, wo man einfach sein kann, ohne etwas zu müssen», erklärt André Bürkler, der der Arbeitsgruppe Badenfahrt angehört. «Das schien eine gute Ergänzung zum bestehenden Programm der Badenfahrt.»

Konkret werden an der Badenfahrt je vier Mitarbeitende der beteiligten Jugendarbeitsstellen gemeinsam mit zwei bis vier Jugendlichen für eine professionelle Betreuung des Projekts sorgen. Sie betreuen die Foto-Box, den Entspannungsbereich und den Basketballkorb, wo man – von einer Rauschbrille behindert – versuchen kann, Körbe zu werfen. «Das soll gleichzeitig auch ein Türöffner sein, um mit den Jugendlichen zum Thema Rausch ins Gespräch zu kommen», erklärt André Bürkler. «Dadurch erhält unser Angebot auch einen präventiven Charakter.» Zu diesem Zweck wird die Jugendarbeit Region Baden an der Badenfahrt auch von Suchtprävention Aargau und BZB plus unterstützt werden.

Daneben bot das Badenfahrt-Projekt den Jugendlichen selbst Gelegenheit, sich einzubringen und mitzuwirken. Um den «Space 54» nach aussen abzugrenzen, werden Wände aufgestellt, die mit von Jugendlichen gestalteten Blachen geschmückt werden. «Dafür haben wir unter den Jugendlichen einen Wettbewerb veranstaltet, bei dem sie uns ihre Vorschläge für die Motive einreichen konnten», so Anrdré Bürkler. Aus den über 70 eingereichten Motiven wählte eine Gruppe Jugendlicher zwölf aus, die nun produziert werden und den Stand der Jugendarbeit schmücken sollen.

jugendarbeitregionbaden.ch