Wenn die Musik verbindet

Der letzte Freitag war ein grosser Tag für musizierende Kinder im Rathaussaal. Sie wurden für ihre Erfolge an Musikwettbewerben geehrt.
Die Kinder und Jugendlichen der Musikschule, die Wettbewerbe gewonnen haben, mit einigen ihrer Lehrpersonen. (Bild: mg)

Brugg – von aufgeregtem Stimmengemurmel erfüllt, Mädchen in festlichen Kleidern, Ballerinas und Strümpfen überall, bei den Jungs trägt man eher Schwarz oder auch mal salopp sommerlich kurze Hosen und Shirt.
Für die 8- bis 16-jährigen Kinder und Jugendlichen ist es ein grosser Anlass: Sie nehmen an der Siegerehrung ihre Gratulationen und ein Geschenk entgegen. Die 16 Musikerinnen und Musiker der Musikschule Brugg nahmen an unterschiedlichen Wettbewerben teil: Am Ostschweizer Solisten- und Ensemble-Wettbewerb 2024 in Sirnach, am 26. Prix Rotary Music 2025 in Bad Zurzach sowie am Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb Entrada 2025 in Neuchâtel.

Ernsthaftigkeit und etwas Schalk in den Augen
Stephan Langenbach, Schulleiter der Musikschule Brugg, führt durch den Abend und betont gleich, dass Reden kurz gehalten würden, damit vor allem Musik von den jungen Talenten zu hören sei.
Den Auftakt macht das Streichquartett Sixteen Strings. Die drei jungen Musikerinnen und der Musiker spielen Mozart mit einer grossen Konzentriertheit, aber teils auch mit etwas Schalk in den Augen, wenn sie miteinander ohne Worte die Einsätze kommunizieren. In zwei Blöcken zeigen die Kinder und Jugendlichen am Klavier, den Streichinstrumenten, der Gitarre, den Blasinstrumenten und beim Gesang, weshalb sie an den drei Wettbewerben erste, zweite und dritte Plätze gewonnen haben.

Stadtrat Jürg Bauer vom Ressort Bildung fungiert als Gratulant und übergibt jedem Preisgewinnenden als Geschenk einen Gutschein von Orell Füssli, den die Kinder und Jugendlichen vielseitig einsetzen können.
«In solchen Momenten ärgere ich mich über mich selbst, dass ich als Kind lieber dem Ball nachgerannt bin, als ein Instrument zu spielen», so Jürg Bauer mit einem Schmunzeln. «Im Namen des Stadtrats danke ich allen für den Einsatz. Es braucht ein Herz voller Musik und Mut, an Wettbewerben teilzunehmen. Musik verbindet und macht ganz viel Freude, es braucht auch Durchhaltevermögen, und ihr lernt viel dazu», sagt er in seiner Rede zu den jungen Musikerinnen und Musikern.

Kleine Finger, grosse Tasten
Teils etwas nervös, teils selbstbewusst, nehmen die Preistragenden die Gratulationen entgegen. Bei den musikalischen Einlagen der Jüngsten fragt man sich, wie so kleine Fingerchen Klaviertasten und Trompetenknöpfe so präzise treffen können.
Manchmal ist ein tiefer Seufzer vor dem Klavierspiel zu hören, aber immer ein erleichtertes Lächeln nach dem geglückten Stück und dem herzlichen Applaus des Publikums, vor allem bestehend aus Eltern, Geschwistern, Verwandten und Lehrpersonen der Musikschule Brugg. Beim anschliessenden Apéro mit Zopf, Käse und Getränken wird geplaudert, gelacht und sich entspannt.