Wer am Dreikönigsanlass, der zugleich die Museumsjahr-Eröffnung ist, teilnehmen wollte, musste sich am 6. Januar warm anziehen: Im renovierten Kloster Königsfelden war es «mollige» sechs Grad kalt. Entsprechend waren die rund 120 Besuchenden in dicke Jacken, Mäntel und bis zur Nase in Schals und Mützen gehüllt. «Wir haben gestern angefangen zu heizen, sonst wäre es kalt. Jetzt ist es kühl», informierte Marco Sigg, der Direktor des Museums Aargau, mit einem Augenzwinkern.
Der Dreikönigsanlass fand zum siebten Mal statt – er ist jedes Mal an einem anderen der zehn Standorte des Museums Aargau. «Das Kloster Königsfelden ist ein Ort der Gemeinschaft, ein Ort des Innehaltens und der Zuversicht», so Marco Sigg zum Zentrum des ehemaligen Doppelklosters der Habsburger.
Informationen zum Museum
Zum Glück gab es zum Aufwärmen eine Rüebli-Ingwer-Suppe, von der sich einige Besuchende gleich noch eine zweite Portion schöpfen liessen. So gestärkt, liess sich die Kälte im Kloster Königsfelden aushalten, hörte man doch spannende Informationen über das Museum. Sigg erzählte, dass es im vergangenen Jahr 293 600 Gäste zählte und 489 öffentliche Führungen und 230 Veranstaltungen organisierte. Über 1530 Schulklassen erlebten an den verschiedenen Standorten lebendige Geschichte.
Auch die Souvenirs des Museums Aargau kamen gut an: Vom beliebten Lenzburger Schlossdrachen «Fauchi» wurden 739 Plüsch-Schlüsselanhänger verkauft, weiter 610 Spielzeugarmbrüste und 880 Boxen mit Leckerli-Gebäck nach altem Rezept von Schloss Hallwyl.
Profis arbeiteten Hand in Hand
Gut 50 Fachleute haben das Kloster Königsfelden während zwei Jahren restauriert: von Malerinnen, welche den Al-fresco-Kalkanstrich auffrischten, bis zu Dachdeckern und Glasspezialisten arbeiteten alle Hand in Hand. «Die farbigen Glasfenster sind von europäischem Wert, wir haben einen tollen Schatz hier im Aargau», so der Direktor des Museums Aargau. Seit letztem April ist das Kloster Königsfelden wieder geöffnet.
Georg Matter, Leiter der Abteilung Kultur beim Kanton Aargau, überbrachte in seiner Rede die besten Grüsse der Regierung und der Abteilung Kultur und begrüsste die «geschätzten Kuchenliebhaberinnen und Kuchenliebhaber». Der Aargau sei ein Kulturkanton, der eine vielfältige Kulturlandschaft biete.
Höhepunkt für viele Besuchende war das Essen eines der 250 Stücke Dreikönigskuchen – und natürlich war in einem der obligate Plastikkönig versteckt. Diesen fand Christoph Benz. Er geniesst nun ein Jahr lang freien Eintritt zu allen Museen und Schauplätzen des Museums Aargau – was ihn sichtlich freute. Musikalisch rundeten die 22-jährigen Zwillinge Jana und Nora Bürger aus Wohlen mit ihrem Harfen- und Cello-Spiel den Anlass tiefgründig ab.