Mit Mut und Tatendrang voraus

Beim Neujahrsapéro im Stadtsaal des Kinos Pathé warf Gemeindepräsident Markus Mötteli neben der Rückschau einen Blick in die Zukunft.
Spreitenbacherinnen und Spreitenbacher begrüssen gemeinsam das Jahr. (Bild: pg)

Spreitenbach – Nebst zahlreichen geladenen Gästen, Vertreterinnen und Vertretern der Behörden und Verwaltungsmitarbeitenden durfte Gemeindepräsident Markus Mötteli viele Spreitenbacherinnen und Spreitenbacher willkommen heissen, um auf das neue Jahr anzustossen. Eröffnet wurde der Anlass im Kino Pathé am Dienstag mit einem kurzen Einspieler auf der Grossleinwand, in welchem dem Publikum das neue Motto «Gemeinsam voraus» vorgestellt wurde. Dieses hat zum Ziel, von der pionierhaften Vergangenheit Spreitenbachs eine Brücke in die Gegenwart und Zukunft der Gemeinde zu schlagen.

«Obwohl in der Gemeinde mit einem sehr hohen Ausländeranteil das Zusammenleben von Menschen aus rund 70 Nationen gut funktioniert, was Umfragen und Analysen auch bestätigen, kommt es auch zu Missständen, die aus den gesellschaftlichen Veränderungen hervorgehen», so Mötteli. So kommt es zu Littering, Vandalismus und Ereignissen, die nicht selten auch das mediale Interesse auf sich ziehen und sich auf das Image der Gemeinde auswirken. Der Gemeindepräsident fügt an, dass es ihm wichtig ist, Jugendliche für ein korrektes Verhalten auch zu loben. «Obwohl viele Kinder beim Eintritt in den Kindergarten wenig oder kein Deutsch sprechen und es auch an sozialen Kompetenzen mangelt, treten viele von ihnen am Ende der Volksschule ins Gymnasium ein oder machen eine Berufslehre. Das zeigt, dass Spreitenbach auf die Schule stolz sein darf», so Mötteli weiter.

Markus Mötteli und Verwaltungsmitarbeitende Ursula Beusch. (Bild: pg)

Gemeinde mit Leistungsausweis
Als lebendige Gemeinde hat Spreitenbach im vergangenen Jahr einiges in Angriff genommen, auf den Weg gebracht und abgeschlossen. Mit der Neugestaltung des Spielplatz Ziegelei konnte der Bevölkerung ein naturnaher barrierefreier Begegnungsort übergeben werden, und in den Quartieren wurden die Tempo-30–Zonen umgesetzt.

Nebst einem breiten Angebot für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 12 bis 25 Jahren steht nach der Wiederherstellung auch der Jugendtreff Peli wieder zur Verfügung. «Die Realisierung des Fernwärmenetzes hat dazu geführt, dass gefühlt alle Strassen aufgerissen wurden», stellt Mötteli fest. Auch die Tatsache, dass im neuen Jahr nebst der Bäckerei Limmatbeck auch das Restaurant Central geschlossen bleibt, blieb nicht unerwähnt. Erfreut zeigte er sich darüber, dass trotz dem vielerorts herrschenden Fachkräftemangel die meisten offenen Stellen nachgefragt werden.

Die Herausforderungen bleiben
Der Gemeindepräsident hält fest, dass sich die Exekutive auch in der neuen Legislatur mit vielfältigen Herausforderungen zu beschäftigen hat. So wurde im Herbst der Gemeinderat beauftragt, ein Verfahren zur Planung und Realisierung eines öffentlichen Parks für die Bevölkerung auf dem Areal Neumatt einzuleiten und ein Projektteam einzusetzen. Im September soll das neue Schulhaus eingeweiht werden, und bis dann soll auch der Ersatzneubau Boostocksteg begehbar sein. Dass sich die rege Bautätigkeit auch auf bezahlbaren Wohnraum auswirkt, ist auch in Spreitenbach Tatsache. Mit dem Bezug der über 400 Wohnungen im Tivoli-Garten ist die Wohnbevölkerung um rund 900 Personen auf 13 500 Spreitenbacherinnen und Spreitenbacher gestiegen, was die Gemeinde vor zusätzliche Herausforderungen stellt.

Die Geburt der Fotografie liegt rund 200 Jahre zurück und so nahm Markus Mötteli die Anwesenden mittels eines Trailers mit auf eine Zeitreise. Mit einer vom 13. März bis 1. Mai stattfindenden Ausstellung im Gemeindehaus würdigt das Ortsmuseum Spreitenbach im Frühjahr den Siegeszug dieser Kunstform und macht sie zugänglich.

Zum Schluss seiner Ansprache rief Mötteli dazu auf, die anstehenden Aufgaben mutig und mit Tatendrang anzugehen und dankte der St.- Nikolaus-Gesellschaft Spreitenbach, die für das leibliche Wohl der Teilnehmenden besorgt war. Beim abschliessenden Apéro, offeriert von der Ortsbürgergemeinde, wurde auf ein erfolgreiches 2026 angestossen.