Grosser Preis von Birmenstorf

In Birmenstorf fand am Samstagabend, 24. Januar ein Musikwettbewerb mit schweizweiter Ausstrahlung zwischen drei Brassbands statt.
Das Ensemble de Cuivres Valaisan überzeugte mit Einfallsreichtum. (bild: sim)

Birmenstorf – Der Musikverein Birmenstorf veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Stadtmusik Mellingen bereits zum 18. Mal den Grossen Preis von Birmenstorf. Am 24. Januar waren dafür wiederum drei Top-Bands der Schweizer Brassband-Szene in der Mehrzweckhalle zu Gast. «Die Veranstaltung findet seit 1989 statt und darauf können wir stolz sein», meinte Daniel Schneider, langjähriges Mitglied im Musikverein, in seiner Begrüssungsrede.

Die Idee für den Musikwettbewerb hatte der damalige Dirigent des Musikvereins Birmenstorf, Paul Burtscher. Aus der als Unterhaltungswettbewerb gedachten Veranstaltung entstand das heutige Konzept eines Grand Prix für Brassbands auf höchster Spielklasse.

Die erste Durchführung im Jahr 1989 fand im Rahmen des Aargauischen Musiktages und verbunden mit der Neuuniformierung des Musikvereins Birmenstorf statt. Sie stiess auf Anhieb auf grossen Anklang bei den anwesenden Musikanten aus dem ganzen Kanton. Nach dem Erfolg war es beschlossene Sache, den Grossen Preis regelmässig durchzuführen. Inzwischen wurde das Konzept andernorts übernommen, der Grosse Preis von Birmenstorf hat sich aber erfolgreich etabliert und bis heute gehalten.

Das Ensemble Cuivres Valaisan gewann das Publikum mit einer abwechslungsreichen Darbietung für sich. (Bild: sim)

Buhlen um die Gunst der Gäste
Der Wettbewerb für Show- und Unterhaltungsmusik gehört inzwischen zu den bedeutendsten Blasmusik-Events im Aargau. Die teilnehmenden Bands sind auch am Swiss Open in Luzern oder am Schweizerischen Brassband-Wettbewerb in Montreux ganz vorne mit dabei und gehören damit zu den besten Formationen des Landes.

Die 18. Austragung bestritten die Brass Band Berner Oberland als Titelverteidigerin, das Ensemble de Cuivres Valaisan unter der Leitung von Jean-François Bobillier und die Brassband Imperial Lenzburg mit Dirigent Philipp Werlen. Alle drei Bands nahmen bereits in früheren Jahren an dem Wettbewerb teil. Die drei Bands hatten je 25 Minuten Zeit, dem Publikum ein vielfältiges und buntes Unterhaltungsprogramm mit Brass-Sound und unterhaltsamen Showeinlagen zu präsentieren. Die Konzertbesuchenden entschieden anschliessend darüber, welche der drei Brassbands diese Aufgabe am besten gemeistert hatte.

Die Wahl des Publikums fiel auf das Ensemble de Cuivres Valaisan, das mit einem lebendigen Beitrag zum Thema Emotionen überzeugte. Für den ersten Platz wird die Band mit 4000 Franken belohnt. Die Vorjahressiegerin Brass Band Berner Oberland wurde für den zweiten Rang mit einem Preisgeld von 3500 Franken belohnt, während die Brass Band Imperial Lenzburg für ihren Vortrag zum Thema «König der Löwen» 3000 Franken erhielt.

Nachdem die drei Bands ihre Wettbewerbsbeiträge gezeigt hatten, kamen die rund 600 Zuschauerinnen und Zuschauer in der ausverkauften Mehrzweckhalle in Birmenstorf noch in den Genuss eines Galakonzerts, dass die Brass Band Berner Oberland als Titelverteidigerin unter der Direktion von Manuel Imhof aufführte.