Wasser, Geschichte und Kultur

Die Genossenschaft Bad zum Raben hat die Baubewilligung für den umfassenden Umbau des Bads zum Raben am Badener Kurplatz erhalten.
Kultur und Thermalwasser sollen dem Bad zum Raben neues Leben einhauchen. (Bild: zVg)

Baden – Vor einem Jahr hatte die Genossenschaft Bad zum Raben ihr Baugesuch für das traditionelle Badehaus eingereicht. Darin legte die Genossenschaft detailliert dar, wie sie im historischen Bad Denkmalpflege, Wasserhygiene, Brand- und Hochwasserschutz sowie einen zweckmässigen Betriebsablauf unter einen Hut bringen wolle. Einwendungen gegen das Sanierungsvorhaben sind keine eingegangen. Nach gründlicher Prüfung haben Stadt und Kanton daher die Baubewilligung für die Sanierung des Bades zum Raben erteilt.

«Wir freuen uns sehr über diesen wichtigen Meilenstein. Die Baubewilligung gibt uns Planungssicherheit und ist die Grundlage für das weitere Fundraising. Mit dem bewilligten Projekt fällt die Geldsuche leichter», sagt Andreas Rudow, Co-Präsident der Genossenschaft Bad zum Raben. Denn die notwendigen Mittel für die Instandstellung und den umfassenden Umbau des Bads sind noch nicht beisammen.

Ambitionierter Zeitplan
Die Gesamtkosten für den Umbau betragen voraussichtlich rund 4,5 Millionen Franken. Durch Eigenmittel, Spenden und erste Förderzusagen sind ­bisher rund eine Million Franken gesichert. Die weitere Finanzierung soll mittels Beiträgen der öffentlichen Hand und Stiftungs-Fundraising sowie durch Spenden und den Verkauf von Genossenschaftsanteilen gesichert werden. Die Genossenschaft sucht weiterhin zusätzliche Genossenschafterinnen und Genossenschafter und verkauft zudem symbolisch Bauteile des künftigen Bads unter spenden.rabenbaden.ch. Gegenwärtig sind bereits über 1000 der angepeilten 1600 Genossenschaftsanteile verkauft.

Sofern die übrige Finanzierung in Höhe von rund 3,5 Millionen Franken gesichert werden kann, ist der Baustart für Ende 2026 geplant. Läuft alles nach Plan, ist die feierliche Eröffnung des erneuerten Bads zum Raben für Anfang 2028 geplant.

Modell des Bads zum Raben nach dem Umbau. (Bild: zVg)

Kultur für alle
Künftig soll es im «Raben» vier Becken mit naturbelassenem Thermalwasser geben, eines davon ein neu freigelegtes kleines Originalbecken aus der Belle Epoque. Daneben sind ein kleines Bistro und eine Bühne für kulturelle Veranstaltungen, Räume für Kunst und Erholung sowie eine Bäder-Mediathek vorgesehen.

Im Eingangsbereich soll dereinst auch für Nichtbadende ein Einblick in die Geschichte des alten Badgasthauses sowie in das historische Wassersystem, welches das Bad speist, möglich sein. Dieses wird erhalten und weitergenutzt – und durch die schweizweit erste Thermalwasseraufbereitung ergänzt, die ohne den Einsatz von Chemikalien auskommt.

Nach dem Umbau soll zudem das Thermalwasser zur Warmwasserproduktion für die Duschen im Bad sowie für die Wohnungen in den ehemaligen Hotelgeschossen genutzt werden. Die wichtigsten Unterlagen der Baueingabe hat die Raben-Genossenschaft auf ihrer Website unter rabenbaden.ch/planung publiziert.