Gedenkminute zum Start in die Fasnacht

Am Sonntagnachmittag lockte der Badener Fasnachtsumzug zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt.
Satire bunt verpackt auf den Strassen


Baden – Die Badener Fasnacht wurde mit dem traditionellen Prozess gegen den «Füdlibürger» eröffnet. Zwar wurde die Figur wie üblich für ihre symbolischen Vergehen zulasten der Stadt Baden verurteilt, jedoch erstmals nicht verbrannt. Grund dafür ist die Brandkatastrophe in Crans-Montana in der Silvesternacht mit 41 Todesopfern und über 100 Verletzten. Aus Respekt gegenüber den Betroffenen entschied die Spanischbrödlizunft als Organisatorin, auf das Anzünden der Figur zu verzichten. Stattdessen wurde der Angeklagte zu einem Jahr Zwangsarbeit im Werkhof verurteilt und der Stadt übergeben. Nächstes Jahr soll die Verbrennung voraussichtlich wieder stattfinden. In Spreitenbach übernahm die Guggenmusik Bräusi-Vögel vom Schmutzigen Donnerstag bis am Aschermittwoch erneut das Zepter. Im Rahmen der feierlichen Machtübernahme wurde der Gemeinderat auf die Anklagebank gesetzt und dort mit seinen «Schandtaten» des letzten Jahres konfrontiert. Die symbolische Übergabe des Schlüssels zum Gemeindehaus musste jedoch entfallen, da der Gemeinderat ihn nicht finden konnte. Darüber hinaus waren die bisherigen Fasnachtsveranstaltungen in der Region einmal mehr geprägt von ausgelassener Stimmung, fröhlicher Musik und fantasievollen Kostümen.

Rund 50 Gruppen begeisterten mit fantasievollen Sujets und aufwendig gestalteten Masken. Der Fasnachtstradition folgend griffen die Gruppen neben regionalen Geschichten auch internationale Themen wie den Louvre-Kunstraub auf. In Baden wurde das Plakettensujet «Teigwahlen» zu den Stadtratswahlen aufgegriffen, während in Wettingen die Ansiedlung von Hitachi satirisch dargestellt wurde.

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(Bilder: sim)

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