Ausbau bei Outdoor und Kinderfahrzeugen

Constri hat die Firma Frezzo AG übernommen. Damit baut das Unternehmen die Bereiche Kinderfahrzeuge und Outdoorprodukte aus.
Der Hauptsitz der Constri AG in Schinznach-Dorf. (Bild: zVg)

Schinznach-Dorf – Die Constri AG aus Schinznach-Dorf hat die Frezzo AG aus dem thurgauischen Felben-Wellhausen vollständig in ihr Unternehmen integriert – das per 1. Januar, wie das Unternehmen in einem aktuellen Communiqué mitteilt. «Nach mehreren Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit haben wir uns entschieden, unsere Kräfte zu bündeln und den Bereich Kinderfahrzeuge und Outdoorprodukte künftig unter dem Dach der Constri AG weiterzuführen», schreiben die Unternehmen. Mit diesem Schritt baue Constri diese Bereiche gezielt aus. 

Die Zusammenarbeit zwischen Constri und Frezzo hat sich über mehrere Jahre entwickelt, Ausgangspunkt war der Einkauf der in der Schweiz von der Constri AG vertretenen Produkte der niederländischen Marke Exit Toys durch die Frezzo AG. Mit der nun angekündigten Integration werde die Marke Frezzo weiterhin eigenständig geführt und künftig als Teil der Sparte «Constri Outdoor» positioniert. Der bestehende Marktauftritt der Marke bleibe erhalten. «Frezzo ergänzt das Sortiment ideal mit einem breiten Angebot an Trampolinen, Spielhäusern, Velos, Velohelmen, Scootern, Outdoorbekleidung und vielem mehr», schreibt Constri auf seiner Website.

Kontinuität durch Integration
Die Integration verfolge das Ziel, eine nachhaltige Grundlage für die Weiterentwicklung dieses Geschäftsbereichs zu schaffen, so das Handels- und Produktionsunternehmen weiter. «Für Partner und Kunden bedeutet die Integration vor allem Kontinuität in der Zusammenarbeit sowie die langfristige Stärkung der gemeinsamen Geschäftsbeziehungen.»

Die Constri AG wächst durch die Übernahme laut Marketingleiter ­Mathias Stocker um rund 10 Prozent. Dem Unternehmen gehe es im Jahr 2026 grundsätzlich gut, so Stocker auf Anfrage. Die Situation auf dem Markt für Spielsachen und Kindergarteneinrichtungen schätze er «vorsichtig positiv» ein. «Wir erwarten ein gesundes Marktwachstum von 3 bis 5 Prozent», so Stocker.

Ein Baukasten zu Beginn
Constri beschäftigt rund 70 Mitarbeitende und steht neben dem Vertrieb von Spielsachen und Kindergarteneinrichtungen für die Entwicklung und die Produktion von Tischbomben und Spritzgussartikeln. Die Geschichte von Constri geht auf einen gleichnamigen Baukasten zurück. Er wurde 1957 vom Firmengründer Max Amsler erfunden und bestand aus leuchtend farbigen Plastikelementen mit Nocken, die man mit Verbindungsstäben zusammenbaute. Produziert wurde der Constri-Baukasten auf eigenen Schnecken-Spritzguss-Maschinen, die in einer Waschküche, einer Garage und einer ausgedienten Jodquelle standen.

1964 folgte die Gründung der Constri Produktions AG, 1966 die Gründung der Constri Vertriebs AG. Zehn Jahre später fusionierten die beiden Firmen zur heutigen Constri AG. Später führte Constri in der Schweiz unter anderem die bis anhin unbekannte Marke Jako-o ein und vertrieb diese mit einem Franchisevertrag. Die Nachfrage führte innerhalb eines Jahres zur Bildung eines eigenen Kundenservicecenters mit bis zu 14 Mitarbeitenden. Ein weiterer Meilenstein in der Firmengeschichte war ein neues Gebäude auf dem Firmen­gelände für die schweizweit einzige Tischbombenproduktion. Nach sechs Jahren Planungsphase und fast zwei Jahren Bauzeit wurde es 2015 in Betrieb genommen.