Keiner zu klein, ein Fasnächtler zu sein

Der vom STV Remigen ­organisierte Kindermaskenball am vergangenen ­Samstagnachmittag war ein voller Erfolg.
Zahlreiche geschmikte und kostümierte Kinder feierten Fasnacht. (Bilder: pg)

Remigen – Bevor es am vergangenen Montag in Basel «Morgestraich: vorwärts, marsch!» hiess, wurde am Wochenende die fünfte Jahreszeit in Remigen ausgekostet. Die Turnerschar, die dem Anlass seit Jahrzehnten ihren Stempel aufdrückt, hat weder Arbeit noch Mühe gescheut, um die Kinder am Nachmittag und das Abendpublikum in einem dem Anlass gerechten Ambiente zu empfangen. Und so strömten um 16 Uhr, als die Türen ­geöffnet wurden, neben erstaunlich vielen maskierten Kindern auch zahlreiche Mütter und Väter in fasnächt­lichem Outfit in die Turnhalle. Während sich die Erwachsenen an der Bar mit Speis und Trank eindeckten, drängten sich die Kinder als Clowns, Polizisten, Hexen, Monster, Ballerinen, wagemutige Superhelden oder als Prinzessinnen, viele in selbst gemachten Kostümen, vor der Bühne, um sich beim Tanzen dem fasnächt­lichen Treiben hinzugeben.

Lautstark machte die als farbiger Bär verkleidete Animateurin auf sich aufmerksam. Sie ermunterte die Kinder, laut nach der Partnerin Sina zu rufen. So gelang es dem Bärenpaar nach dem zweiten Anlauf, die Kinderschar mithilfe unverkennbarer Fasnachtshits für das gemeinsame Tanzen und die Polonaise durch die Halle zu bewegen. Voller Tatendrang machten sie sich aber auch auf die Suche nach den bei den Bären beliebten Honigtöpfen, die in der Halle versteckt waren.

Als Highlight entpuppte sich die anschliessende Konfettischlacht. Nach dem Startschuss gab es kein Halten mehr, und so wurde manch einer mit Konfetti richtig «eingeseift». Bekanntlich erfreut sich der Remiger Fasnachtsanlass weit über die Gemeindegrenzen hinaus grosser Beliebtheit. Vielleicht wäre es prüfenswert, den Kindermaskenball durch eine Jurierung der farbenfrohen Einzelmasken und Paare, aber auch der aus Familien bestehenden Gruppen durch die Abgabe von Nummern aufzuwerten. Bestimmt könnten Eltern zur Übernahme dieser Aufgabe gewonnen werden.

kinderball_remigen
previous arrow
next arrow
Shadow

Ausgelassen feiern
Unterbrochen wurde der Partysound vom fulminanten Auftritt der Hornfääger aus Leuggern. Mit einem Strauss bekannter kakofonischer Hits brachten sie sogar nicht eingefleischte Fasnächtler dazu, sich den rhythmischen Klängen hinzugeben. Und so hielt das farbenprächtige ­Treiben unter buntem Konfettiregen weiter an, bis es Zeit wurde, sich mit Hörnli, Gehacktem, Apfelmus, Hamburgern, Pommes frites oder Hotdogs zu stärken, um Kräfte für den bevorstehenden Abend zu sammeln.

Denn um 20 Uhr begann mit den 34er-­Höcklern, Ennetbaden, den Steibruchschränzern, Würenlingen, den Räbefonikern, Untersiggenthal, und den Seifesüdern aus Leibstadt eine längere Party. Zwischen den einzelnen Auftritten sorgte Deejay White Rocka für beste Unterhaltung, und für alle, die noch nicht genug hatten, stand am Sonntagmorgen im «Chevy’s Road Stop» ein Katerfrühstück bereit.