Showdown im Zugabteil

Die Theatergruppe Villigen bringt mit «Arsène Lupin – der Coup im Luxuszug» ein Stück auf die Bühne, das bisher kaum gespielt wurde.
«Arsène Lupin – der Coup im Luxuszug». Eine Gaunerkomödie im Zugabteil mit der Theatergruppe Villigen. (Bild: zVg)

Villigen – Es ist das neue Theaterstück eines Schweizer Autors, entstanden im vergangenen Jahr. Der Autor heisst Atréju Diener. Er leitet das Lektorat des Verlags Breuninger, mit dem die Theatergruppe Villigen eng zusammenarbeitet, und hat sich für die Gaunerkomödie «Arsène Lupin – Der Coup im Luxuszug» vom französischen Autor Maurice Leblanc inspirieren lassen.

Pascal Schwarz, Präsident der Theatergruppe, erklärt, wie ausgerechnet dieses Stück nun auf die Bühne kommt. «Der Verlag weiss, was unser Publikum sucht: Es soll etwas Lustiges sein», sagt er. «Eine Rolle spielt auch, wie viele Schauspielerinnen und Schauspieler uns zur Verfügung stehen.» Dann stelle der Verlag jeweils eine Liste mit Stücken zusammen. Ein Komitee der Theatergruppe gehe diese Stücke durch­ und suche am Ende eines aus. «Beim vorliegenden Stück sind wir meines Wissens erst die dritte Theatergruppe, die es aufführt», so Schwarz.

Eine Halskette im Visier
«Arsène Lupin – der Coup im Luxuszug» spielt in einem Wagon im Sim­plon-Nostalgie-Express. Dort hat es jemand auf die äusserst wertvolle Halskette einer gewissen Sophie von Falkenstein abgesehen. Um Mitternacht soll das Schmuckstück im Zug entwendet werden, und zwar vom Gentleman-Gauner Arsène Lupin, so die Geschichte. Nur einer ist in der Lage, den Diebstahl zu verhindern: ­Inspektor Henri Ganimard, Lupins grösster Widersacher. Für ihn ist klar, jeder könnte der Dieb sein, denn ­Lupin ist ein Meister der Verkleidung. Es kommt zum Showdown.

Das neue Stück der Theatergruppe spielt in einem Wagon. (Bild: zVg)

Bühnenbild als Herausforderung
Das Bühnenbild stellt die Theatergruppe vor einige Herausforderungen. «Es ist speziell für uns, weil das Stück in einem Zugabteil spielt und die bespielbare Fläche viel kleiner ist als sonst», sagt Schwarz. «Wir haben in der Tiefe viel weniger Platz zum Spielen – vor allem, wenn bis zu zehn Leute aufs Mal auf der Bühne stehen. Das ist eine Umstellung für die Truppe.»

Im Gegensatz zu vielen anderen Theatergruppen und Vereinen haben die Villiger genügend Leute, um ihre Reihen zu füllen – vom üblichen Mitgliederschwund im Vereinswesen keine Spur. «Uns geht es sehr gut», bestätigt Schwarz. «Wir haben immer wieder neue Leute, die zur Theatergruppe stossen. Im letzten Jahr mussten wir sogar zusätzliche Rollen in unser Stück einbauen, da wir zu viele Leute hatten.»

Gute Durchmischung
Die Truppe habe eine sehr gute altersmässige Durchmischung, so Schwarz. «Die Jüngsten sind etwas über 20, die ältesten über 70 Jahre alt.» Finanziell gehe es der Theatergruppe dank Sponsoren, Gönnern und der Gemeinde ebenfalls gut, so der Präsident. «Und auch hinsichtlich des Publikumsinteresses können wir uns nicht beklagen: Im letzten Jahr war unsere Aufführung fünfmal ausverkauft, und in diesem Jahr läuft es wieder sehr gut.»

Drei der fünf Aufführungen, die vom 6. bis 8. sowie am 13. und 14. März in der Turnhalle Erbslet über die Bühne gehen, sind so gut wie ausverkauft.