Schinznach-Bad – Mit warmem Applaus begrüsste das Publikum am vergangenen Sonntagnachmittag die jungen Musikerinnen und Musiker zum Preisträgerkonzert des 27. Prix Rotary Music in der Aula Schinznach-Bad. Nach dem spannenden Wettbewerb am Vortag, an dem rund 20 Kinder und Jugendliche aus den Regionen Zurzach, Brugg und Laufenburg vor einer Fachjury ihr Können gezeigt hatten, war dieser Nachmittag dem gemeinsamen Feiern des musikalischen Nachwuchses gewidmet. Man merkte sofort, dass es nun am Sonntag nicht mehr um Punkte und Bewertungen ging, sondern tatsächlich die Freude am Musizieren im Vordergrund stand.
Am vorhergehenden Tag war die Aufregung um einiges grösser und der Pulsschlag garantiert höher, denn die Kinder und Jugendlichen, die von ihren Musiklehrpersonen zu diesem Prix Rotary angemeldet waren, wurden von einer Fachjury, bestehend aus Hans Brupbacher, Adalbert Roetschi, Dorothee Schmid Bögli sowie Andreas von Wangenheim, bewertet und benotet.
Leise und temperamentvoll
Die Freude und die Erleichterung über den Erfolg tags zuvor waren deutlich zu spüren, sowohl bei den Teilnehmenden als auch bei ihren Lehrpersonen und Familien. Am Sonntag durften die Nachwuchstalente, die also alle eine Erst-, Zweit- oder Drittplatzierung erreicht hatten, ihr Können noch einmal beim feierlichen Preisträgerkonzert unter Beweis stellen. Die glücklichen und diesmal etwas entspannteren Preisträgerinnen und Preisträger präsentierten erneut ihr abwechslungsreiches und sorgfältig gestaltetes Musikstück vom Vortag. Von leisen, zarten Klängen über temperamentvolle Passagen bis zu virtuosen Schlussakkorden spannte sich der musikalische Bogen. Ob Violine, Klavier, Querflöte oder Gitarre, jedes Instrument rückte ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Rotary-Vertreter Heiko Lieckfeldt, Präsident des Organisationskomitees, zeigte sich in seiner Begrüssungsrede begeistert und freute sich über die vielen jungen Aargauer Musiktalente.
Zum dritten Mal eine klare Siegerin
Die Rangplätze haben erreicht: an der Gitarre im ersten Rang Nina Brunhart und Silvan Füchslin. Den zweiten Rang an der Gitarre belegte das Duo Constantin Schombera und Nicolas Carrica Marta. Einen dritten Rang gab es für Constantin und Nicolas auch einzeln.
Im Duo holten sich Jiexi Wang (Klavier) und Lya Guggisberg (Violoncello) den dritten Platz. Ebenfalls einen dritten Platz belegte das Duo Gabriel Hauenstein und Matteo Stampanoni am Kornett. Bei der Violine war auf dem ersten Platz Ella Sophia Wyss, auf dem zweiten Rebecca Bécheiraz. Einen Förderpreis erhielten Malik Sauvin (Gitarre) sowie Kalja Lovis und Lorena Stähli (Querflöte).
Den Höhepunkt des Events bildete der Auftritt von Emily Stettler. Bereits 2024 begeisterte die damals zwölfjährige Emily von der Musikschule Brugg die Jury und das Publikum des traditionellen Musikwettbewerbs mit virtuosen Interpretationen. Auch im letzten Jahr heimste sie eine Erstplatzierung ein, und bei der diesjährigen Austragung belegte die Schülerin mit ihrer Violine mit den Stücken «Scène de Ballet op. 100» von Charles-Auguste de Bériot und «Rumänische Volkstänze S 56: Nr. 5 Poarga romanesca» und «Nr. 6 Maruntel» von Béla Bartok den ersten Platz und gewann erneut, zum dritten Mal in Folge, den Sonderpreis Prix Rotary.
Kontinuierliche Förderung
Zum Schluss betonte Jürg Moser, Wettbewerbsleiter, die hohe Qualität des diesjährigen Jahrgangs. «Es ist beeindruckend, wie intensiv und selbstbewusst diese jungen Menschen auftreten. Das zeigt, wie wichtig kontinuierliche Förderung ist.»
Den musikalischen Abschluss des sonntäglichen Preisträgerkonzerts machte Agustina Ines Nores, Gewinnerin eines ersten Preises in den Jahren 2018, 2019, 2021, 2022 sowie 2023 und des Prix Rotary in den Jahren 2021 und 2023 auf ihrer Violine. Nach dem wunderbaren, etwas mehr als einstündigen Anlass lud ein stimmungsvoller Apéro zum Verweilen und zum Austausch ein. In kleinen Gruppen wurde über Lieblingsstücke, Lampenfieber und Zukunftspläne gesprochen. Ganz im Sinne des Prix Rotary Music, der seit über einem Vierteljahrhundert jungen Talenten eine Bühne bietet und die musikalische Gemeinschaft in der Region stärkt.