Parkplatz wird zur Parkwiese

Nach der Sanierung des Hauptgebäudes der Klinik Königsfelden kann der provisorische Parkplatz im Parkgelände zurückgebaut werden.
Bald gehört dieser Parkplatz der Vergangenheit an. (Bild: hpw)

Windisch – Nach der Fertigstellung des 78 Millionen Franken teuren neuen Hauptgebäudes «Magnolia» der Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG) im Jahr 2020 wurde vor drei Jahren die Sanierung des 1872 erstellten alten Hauptgebäudes der Klinik Königsfelden in Angriff genommen. Zwei Jahre lang waren die Handwerker vor allem mit der Erneuerung der technischen Einrichtungen des denkmalgeschützten Baus sowie der Verbesserung der Bauphysik, des Brandschutzes, der Erd­bebenertüchtigung und des hindernisfreien Zugangs beschäftigt.
Seit dem Bezug des «Magnolia»-Neubaus sind im alten Hauptgebäude keine Patienten mehr untergebracht. Der Bau beherbergt jetzt Büro-, Aufenthalts-, Schulungs-, Konferenz-, Gruppen- und Einzeltherapieräume. Bei der auf 31 Millionen Franken veranschlagten Renovation waren Asbestprobleme zu bewältigen und ­Anliegen des Denkmalschutzes zu erfüllen, zum Beispiel bei der Auffrischung des Festsaals, der ehemaligen Direktionswohnung und der Fassadenfront.

Naturnahe Parkpflege
Zur Baustelleninstallation gehörte ein grösserer provisorischer Autoabstellplatz für die Baufirmen. Er wurde durch eine Kiesaufschüttung auf der Wiese vor dem Hauptgebäude, sozusagen im Zentrum der einzigartigen ­Königsfelder Parkanlage, erstellt. Jetzt ist der Rückbau vorgesehen, was indessen auch PDAG-Mitarbeitende betrifft, die den Parkplatz mittlerweile ebenfalls benützen. Die Park­naturwiese soll wieder hergestellt werden. Zudem beginnt ein Pilotprojekt zur Verbesserung der Bodenqualität und der Wasserversickerung.
Die PDAG betonen, dass sie grossen Wert auf die Pflege der 24 Hektar grossen Parklandschaft legen. Ein mehrköpfiges Team der Klinikgärtnerei kümmert sich um den naturnahen Unterhalt. Zur Sicherheit wird der zum Teil sehr alte Baumbestand jährlich kontrolliert, und Abgänge werden durch einheimische Gehölze wie ­Buchen, Kastanien, Linden, Ahorn und Koniferen erneuert, damit der Park langfristig erhalten bleibt.
Aber einer markanten, über 150 Jahre alten Fichte, die aus Sicherheitsgründen gefällt werden musste, wurde neues Leben eingehaucht: Der Holzbildhauer Elias Rieder aus Meiringen gestaltete aus dem Stamm eine vier Meter hohe Damhirschskulptur mit einem echten Hirschgeweih. Sie steht am westlichen Zaun, beim Weiher neben dem Hirschgehege.

Auffälliges im Hirschgehege
Im Hirschgehege gibt es derzeit zwei auffällig helle Tiere. Im Gegensatz zum bekannten Hirsch «Fridolin» handelt es sich jedoch nicht um Albinos, sondern um eine natürliche Farbvariante. Aufgrund der genetischen Veranlagung des Platzhirsches und der Kühe sei damit zu rechnen, dass auch in Zukunft regelmässig helle Kälber zur Welt kämen, bestätigen die PDAG.
Ein weiteres spannendes Projekt befindet sich in der Planungsphase: Geprüft wird, ob ein ehemaliger Bachverlauf aus der Zeit von 1963 wiederhergestellt werden kann. Sofern die entsprechenden Genehmigungen erteilt werden, ist die bauliche Um­setzung für das nächste Jahr vorgesehen.