Die Nächte der wandelnden Filmfans

Bis tief in die Nacht zum Sonntag erfreute sich das Publikum in Brugg an den rund 50 Spielfilmen rund um das Thema Horror.
Regisseur und Vorjahresgewinner Pedro Cristiani bei der Anmorderation im Kino Excelsior. (Bilder: sma)

Brugg – «Die schönsten fünf Tage im Jahr sind vorbei», hielt Festivaldirektor Michel Frutig am Sonntag fest. Am Abend zuvor wurde im Brugger Kino Excelsior der Publikumspreis «Eye of the Beholder» vergeben. Im Wettbewerb durchsetzen konnte sich der polnische Beitrag «Life for Beginners» (2025) von Paweł Podolski. Bei bestem Wetter sorgten die Neuerungen am Brugggore dafür, dass sich das Event bei seiner sechsten Ausgabe noch etwas mehr wie ein Festival anfühlte. Dazu beigetragen haben einerseits natürlich die zahlreichen Filmliebhaber und -liebhaberinnen, andererseits die Foodtrucks auf dem Neumarkt sowie das Salzhaus als drittes Lichtspielhaus. So pendelten die Besuchenden in Brugg nicht nur zwischen dem Kino Odeon und dem Kino Excelsior, sondern zogen häufiger durch die Altstadt.
Ein Highlight des Festivals war die fast ausverkaufte Stummfilmver­tonung des nordischen Klassikers «Häxan» (1922) im Odeon. Musikerin Anna Murphy spielte während der rund eineinhalbstündigen Vorführung mehrere Instrumente – inklusive Gesang. Anschliessend folgte ein lehrreicher Kursvortrag über die Hexenverfolgung in der Schweiz.
 «Durchgehender Sonnenschein hat für wunderbare Gespräche und Erlebnisse ausserhalb der Kinosäle gesorgt. Auch wenn sich sommerliche Zustände eher negativ auf die Ticketverkäufe auswirken, bin ich trotzdem mit den Zahlen sehr zufrieden», hielt Frutig fest.

brugggore_5st

David Rutschmann, Basel: «Es ist bereits meine vierte Ausgabe. Ich habe mir ein Hotel in Brugg genommen und bin drei Tage am Brugggore. Es hat eine spezielle Stimmung und ist ein sympathisches kleines Festival. Bei der breiten Auswahl kommt man immer auf seinen Geschmack.»

previous arrow
next arrow
Shadow