Roboter Randy in der Luft

Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) veranstaltete letzten Samstag auf dem Campus Brugg-Windisch den FHNW-Robot-Day.
Klein und Gross bauen ihre eigenen Rennautos aus Karton, Glacestängeli, ­Petflaschendeckeln und Luftballons . (Bild: mg)

Windisch – Wer am Samstag beim Campus vorbeikam, dem fielen die unzähligen Leute auf: Von kleineren Kindern über Teenager bis zu Studierenden und Grosseltern pilgerten sie an den FHNW-Robot-Day, der von 10 bis 18 Uhr stattfand. Draussen konnte man Rover-Roboter bestaunen, die über einen unebenen Parcours fuhren, der die Marslandschaft simulierte. Auffallend war, dass man neben Deutsch auch Französisch und Englisch hörte. Die Studierenden kamen nicht nur aus der Schweiz, sondern auch aus dem Ausland.
An verschiedenen Stationen konnte man sich auf dem Campus aktiv beteiligen: So steuerten insbesondere Kinder gern den Roboterhund Randy durch einen abgesteckten Agility-Parcours mit Slalom und Hindernissen. Nicht selten erschraken sie darüber, dass der Hund in die Luft springen konnte. Die Steuerung wollten manche kaum mehr aus der Hand geben, sodass der Betreuer oft fragen musste: «Wetsch d Stüürig mal wiitergäh?»
Grossen Andrang gab es beim Rennautoposten. Komplett selbst konnten die Besucherinnen und Besucher ihr eigenes Rennauto bauen: entweder mit Glacestängeli und Holzspiesschen oder aus Karton. Die Räder waren Petflaschendeckel, als Antrieb diente ein Luftballon, in den ein Strohhalm gesteckt und mittels Gummiband fixiert wurde. «Wenn man nun mit dem Strohhalm den Ballon aufbläst, dann den Halm zuhält und das Autöli auf eine ebene Fläche stellt, rollt es davon – angetrieben durch die Luft im Ballon», so Michael Andreas Hosch, Student Maschinenbau, der am Posten mit weiteren Kolleginnen und Kollegen die kleinen und grossen Autobauer anleitete. Mütter und Väter halfen kräftig beim Autobau mit, sodass man abschliessend die  Rennstrecke und die Zeit messen und mit anderen vergleichen konnte.
Fasziniert waren die Technikfreunde von einem Kugelhologramm, das sich erst offenbarte, wenn es mithilfe des Smartphones gesteuert wurde: Aleksandar Cirkovic, Student Elektro- und Informationstechnik, erklärte: «Je schneller sich das Kugelhologramm dreht, umso klarer wird das Bild des Globus.» Das alles befehligte er am Smartphone. Er informierte Interessierte ausserdem über sein Studium, um neue Perspektiven zu erklären.

World-Robot-Olympiade
Im dritten Stock fieberte man der Prämierung der World-Robot-Olympiade entgegen. In verschiedenen Alters­kategorien wetteiferte man mit Lego-Robotern um die Plätze. Sie mussten die Roboter durch einen komplexen Parcours steuern und in Teams arbeiten. So entstanden neue Kontakte – und wer weiss, vielleicht trifft man sich in ein paar Jahren zum Studium auf dem Campus wieder.