Herzblut für die Senioren

Fast ein Jahrzehnt prägte Theres Blazetic-Huber die monatlichen Seniorenessen mit viel Herzblut und persönlichem Einsatz. Nun tritt sie zurück.
Mit viel Herz und einem offenen Ohr hat Theres Blazetic-Huber die Senioren­essen der Freienwiler Nachbarschaftshilfe über Jahre geprägt. Nun verabschiedet sich die engagierte Organisatorin und hinterlässt dankbare Menschen, wertvolle Erinnerungen und gelebte Gemeinschaft. (Bild: isp)

Freienwil – Sie war die gute Seele im Hintergrund, nun nimmt sie Abschied: ­Theres Blazetic-Huber zieht sich aus der Organisation der monatlichen Seniorenessen der Nachbarschaftshilfe zurück. Die sympathische Pensionärin hat mit Organisationstalent und einem offenen Ohr über zehn Jahre hinweg für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Was bleibt, sind gelebte Gemeinschaft und viel Dankbarkeit.
Die Nachbarschaftshilfe existiert in Freienwil seit 1997 und arbeitet vollständig ehrenamtlich. 
Weit mehr als nur ein ­Mittagessen
Einmal im Monat wurde gelacht, erzählt und gemeinsam gegessen. Für viele Seniorinnen und Senioren waren diese Restauranttreffen in der nahen Region weit mehr als nur ein Mittagessen. Sie waren ein Fixpunkt, ein Ort der Begegnung und oft ein kleines Highlight im Alltag.
«Es war mir immer eine grosse Freude, diese Anlässe zu begleiten», sagt Theres Blazetic-Huber rückblickend. «Die Gespräche, die Geschichten, die Begegnungen. Das hat mich selbst bereichert.» Man spürt: Hier spricht jemand, der sich nicht einfach engagiert hat, sondern mit echter Überzeugung dabei war.
Mit Herz organisiert, mit ­Wirkung geblieben
Rund zehn Jahre lang kümmerte sie sich um die An- und Abmeldungen, die Planung, die Reservationen sowie die Koordination und oft um die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Wer braucht allenfalls Unterstützung beim Fahrdienst oder hat sonstige Wünsche. Mit viel Gespür für die Bedürfnisse der älteren Generation schuf sie eine Atmosphäre, in der sich alle willkommen fühlten. Auch die Gemeinde weiss dieses Engagement zu schätzen. «Wir bedauern den Rücktritt von Theres Blazetic-Huber sehr», äussert sich Vizeammann Urs Rey. «Mit viel Einsatz hat sie einen wertvollen Beitrag für das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde geleistet. Dafür sprechen wir ihr unseren herzlichen Dank aus.» Gemäss Urs Rey werden die Seniorenessen auf jeden Fall weitergehen, voraussichtlich noch im Juni. Im Zuge der Ausarbeitung des neues Altersleitbilds möchte man die Treffen der älteren Generation wenn möglich noch ­etwas weiterentwickeln. 
Ein Ende und ein Weitergehen
Dass Theres Blazetic-Huber nun kürzertreten möchte, war ein bewusster Entscheid. «Es ist ein guter Zeitpunkt, die Verantwortung weiterzugeben.» Ganz loslassen werde sie aber wohl nicht: «Ich werde sicher das eine oder andere Mal als Gast vorbeischauen», sagt sie mit einem Lächeln.
Die gelernte medizinische Praxisassistentin würde sich künftig gern weiteren sozialen Projekten zuwenden. Falls etwas Freizeit übrig bleibt, wird sie vermehrt  Gelegenheit haben, mit ihrem Hund spazieren zu gehen. Und da wäre ja noch die Gesundheitspraxis Vivace in Freienwil, die sie zusammen mit ihrer Tochter Séverine Blazetic führt, wo sie bei Teilzeiteinsätzen nach wie vor aktiv ist.
Die Spuren, welche die 75-Jährige hinterlässt, sind sichtbar und spürbar. In den Erinnerungen der Teilnehmenden, in den Freundschaften und in der Gewissheit, dass Engagement den Unterschied macht. Ein Kapitel geht zwar zu Ende, gleichzeitig lebt die Idee der Gemeinschaft weiter.