Ein Dorfduell der besonderen Art

Am vergangenen Wochenende mutierte die Aussenanlage der Mehrzweckhalle Weissenstein zum Epizentrum des sport­lichen Unfugs.
Hier funktioniert das Spiel noch ganze ohne Video Assistant Referee. (Bilder: isp)

Würenlingen – Wer glaubt, Vereine könnten sich nur bei der Generalversammlung oder am Stammtisch duellieren, wurde am ­Wochenende in Würenlingen eines Besseren belehrt. Die Gugge Eichlefääger rief auf zur Suche nach dem unschlagbaren Team der Region, und zwar bei den Fääger-Games. Für eine Startgebühr von 15 Franken pro Gruppe wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Spektakel geboten, das irgendwo zwischen olympischer Disziplin und absolutem Wahnsinn oszillierte.
Um 15 Uhr fiel der Startschuss zur siebten Austragung, und die Aussenanlage der Mehrzweckhalle verwandelte sich in eine Arena des puren Ehrgeizes. Ob eingespielter Traditionsverein, spontan zusammengewürfelte Familiengangs oder eine Truppe von mutigen Freunden: Mindestens vier Personen mussten sich zusammenraufen, um den Parcours zu bezwingen. Bei ebenso lustigen wie anspruchsvollen sieben Posten wurde gerannt, gelacht, geworfen und um ­jeden Zentimeter Boden gekämpft, denn schliesslich ging es um nichts Geringeres als den heiligen Gral von Würenlingen: den prestigeträchtigen Wanderpokal. Als der sportliche Teil vorüber, der Schweiss getrocknet und das Siegerteam schliesslich unter ­tosendem Applaus gekürt war, dachte noch lang niemand ans Schlafen­gehen. Bei gediegener DJ-Musik und Drinks feierten die Turnschuhheldinnen und -helden bis tief in die Nacht. Der Muskelkater am nächsten Morgen war Beweis für ein gelungenes Festwochenende.

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Marc Thurnherr, FC Hau denäbed, ­Würenlingen: «Bei uns im Dorf herrscht die ‹Gäh und näh›-Kultur.
Wir machen hier mit und wissen, dass die Eichlefääger dann an unserem Grümpi dabei sind. Das ist Ehrensache. Das Coolste bis jetzt: die Abkühlung beim Rasensprengerspiel.»

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