Die Faszination des OL-Sports erleben

Vom 14. bis 16. August messen sich um Baden Aargauer OL-Läuferinnen und -Läufer. Der Anlass richtet sich auch an Neulinge sowie an Familien.
Die Gebenstorferin Jacqueline Keller absolviert seit Jahrzenten mit Begeisterung OL und andere Läufe. Am Aargauer Drei-Tage-OL in Baden ist sie für die Medien zuständig. (Bild: bkr)

Baden – Klar, am Aargauer Drei-Tage-OL in Baden und Umgebung messen sich die Besten der Besten. «Aber Orientierungslauf ist alles andere als elitär», hält Jacqueline Keller fest. Sie ist selbst eine erfolgreiche und begeisterte Langstrecken-Läuferin, die auch mit Karte und Kompass an Wettkämpfen teilnimmt. «Wir freuen uns auf jeden und jede – insbesondere auch Familien und Kinder, die mit einer Karte, aber ohne Smartphone oder Navi, Baden und die Region erkunden wollen», sagt sie als Mediensprecherin des organisierenden OL-Clubs Cordoba und des Aargauer OL-Verbands.
Kartenlesen? Wer aus der jüngeren Generation, ausgerüstet mit Smartphone-GPS, kann das noch? Keller schmunzelt: «Wir setzen bei unserem Anfängerangebot absolut nichts voraus. Mitbringen muss man einzig ­gutes Schuhwerk – der Rest wird ­gestellt.» Zudem stehen erfahrene OL-Läuferinnen und -Läufer als Begleitpersonen bereit, geben Tipps und verraten Tricks. Treffpunkt ist an ­allen drei Tagen die Badener Sport­anlage Aue, wo es zudem eine Festwirtschaft gibt: «Neben anderen ­feinen Köstlichkeiten auch das unnachahm­liche Cordoba-Kuchen-Buffet», schwärmt Keller.

Baden neu kennenlernen
Am Freitag, 14. August, steht ab 16 Uhr ein Lauf direkt in der Stadt Baden auf dem Programm. «Eine Gelegenheit», sagt Keller, «die Stadt neu kennenzulernen, verwinkelte Gässchen und schöne Aussichtspunkte zu entdecken. Ein «Urban Navigator Run» am Abend bietet ein niederschwelliges OL-Erlebnis, gepaart mit Action. In der Aue findet ein spezieller Kinder-OL statt, den es auch an den weiteren zwei Tagen des Events gibt. Am Samstag dann das Highlight des «Family O Day». «An diesem», so Keller, «werden unter anderem Kinderspiele in Zusammenhang mit OL angeboten.»
Auf der Baldegg findet derweilen ein Mitteldistanz-OL im Wald statt. Von der Aue zur Baldegg fährt ein Bus die Zuschauenden und Teilnehmenden hin. Am Samstag schliesslich folgt ein Langdistanzlauf im Gebiet «Tüfels-Chäller». «Der OL-Elite können in diesem unwegsamen Gelände extrem herausfordernde Aufgaben gestellt werden», sagt Keller. Dabei gilt es, verknappt dargestellt, mit Karte und Kompass Kontrollpunkte zu finden. Andere Hilfsmittel sind untersagt. Speziell, weil ausführlicher als jene von Swisstopo, sind die Karten. «Auf ihnen finden sich jeder markante Baum, Zäune oder auch kleinste Rinnsale und Tümpel», erklärt Keller. Für den Badener Event hat Vereinsmitglied Leonhard Suter die bestehenden Karten mit grossem Aufwand im Gelände überprüft und aktualisiert.
Apropos Suter: Am Start des Drei-Tage-OL wird Leonhards Neffe Timo sein. Der Rütihöfler wurde dieses Jahr an den Weltmeisterschaften in Genua Vierter im Knock-out-Sprint. Das ist ein actionreiches rundenbasiertes Wettkampfformat, bei dem direkt im Massenstart gegeneinander angetreten wird. Ebenfalls als Teilnehmer angemeldet hat sich der in Baden lebende Tino Polsini, der 2026 Weltmeister in der Sprint-Staffel war.