Wallace auf die Bühne gebracht

Das Theater Hausen mit Mitgliedern der turnenden Vereine spielt das Stück «Das indische Tuch», eine Krimikomödie von Edgar Wallace.
Die Theatergruppe aus Hausen übt das Edgar-Wallace-Stück. (Bild: zVg)

Hausen – Bald steht die Mehrzweckhalle in Hausen ganz im Zeichen einer unterhaltsamen Krimikomödie. Das Theater Hausen präsentiert «Das indische Tuch». Auf der Bühne stehen dann zwölf Schauspielerinnen und Schauspieler, die fast alle Mitglieder eines der vier turnenden Vereine – der Damenriege, Frauenriege, Männerriege und des Turnvereins – sind. «Einige von ihnen sind schon über zehn Jahre bei uns dabei», erklärt Claudia Renold vom OK des Theaters. «Und wir freuen uns sehr, dieses Jahr drei neue Mitglieder gefunden zu haben.»

Das Theater Hausen führt alle zwei Jahre ein Theaterstück auf, alternierend mit einer Turnshow. Den diesjährigen Krimi aus der Feder von Edgar Wallace suchte eine Gruppe von zwei bis drei Mitgliedern aus. Und das Prozedere war wie gewohnt: «Wir bestellten beim Verlag eine Auswahl an Stücken, welche die passende Anzahl Rollen hat», sagt Renold. «Dieses Mal wollten wir eine Krimikomödie spielen und lasen deshalb fast ausschliesslich Stücke aus diesem Genre.»

Ausgeglichene Rollen
15 bis 20 waren es an der Zahl, bis das richtige Stück gefunden wurde. «Ein Kriterium war unter anderem die Zahl der Einsätze der einzelnen Rollen – wir wollten ungern ein Stück, in dem es zum Beispiel eine riesige Rolle und viele sehr kleine Nebenrollen gibt», so Renold. «Die Aufteilung sollte möglichst ausgeglichen sein. Ausserdem sollte das Stück gute Charaktere enthalten, nicht zu lang und nicht zu kurz sein und möglichst lustig.» Viele Stücke seien einfach gestrickt und hätten einen Humor, der häufig unter die Gürtellinie zielt. «Das ist nicht so unser Ding», sagt das OK-Mitglied. «Bei der Auswahl hat unser Regisseur dann jeweils das letzte Wort.»

Der Inhalt des Stücks: Ein reicher Lord namens Lebanon wird ermordet. Die Mordwaffe ist ein indisches Tuch, mit dem eine unbekannte Gestalt sein Opfer erwürgt. Als alle potenziellen Erben später zur Testamentseröffnung erscheinen, müssen sie gemeinsam sechs Tage und Nächte auf Schloss Mark’s Priory in Schottland verbringen. Schon bald zieht ein Gewitter auf und der Strom fällt aus. Am folgenden Morgen gibt es den ersten Toten.

Proben seit dem Oktober
Die Proben zum Stück liefen bisher gut. «Wir starteten Mitte Oktober nach den Herbstferien», erzählt Claudia Renold. «Die Rollen wurden etwas früher verteilt, wobei jeder Schauspieler seine Rolle wünschen durfte – dies in erster bis dritter Priorität.» Der Regisseur Peter Weigl wolle nicht bestimmen, wer wen spielt. Viel mehr finde die Rolle ihren Schauspieler durch dieses Auswahlverfahren.

Die ersten Wochen probte die Gruppe im Untergeschoss der alten Mehrzweckhalle, Mitte Dezember konnte sie auf die grosse Bühne in der neuen Halle wechseln, wo die Kulisse aufgebaut wurde. «Sie ist aus einem Theaterfundus gemietet. Dieses Jahr ist es eine Schlosshalle», sagt Renold. «Das richtige Theatergefühl entsteht erst dort auf der Bühne, wenn man mit Kulisse und Möbeln und Requisiten spielen kann.» Rund eine Woche hat die Gruppe noch Zeit, dieses Gefühl aufzubauen. Dann gilt es ernst.

Freitag, 23. Januar, 20.15 Uhr
Samstag, 24. Januar, 13.30 Uhr
Samstag, 24. Januar, 20.15 Uhr
Mehrzweckhalle, Hausen