«Der einzig wahre Rohstoff»

Kürzlich wurde bei der Schule in Umiken der Grundstein zu deren Erweiterung gelegt. Stadtrat Michel Indrizzi würdigte das Projekt vor Ort.
Von links: Schulleiterin Sandra Weder, der Künstler Jonas Studer und Stadtrat Michel Indrizzi. (Bild: leh)

Umiken – Der Baubeginn ist erfolgt, die Baugrube neben dem alten Schulhaus ist bereits stattlich, als die neue Schulleiterin Sandra Weder die Kinder und Gäste an diesem Vormittag zur Grundsteinlegung begrüsst. Nach einer kurzen musikalischen Darbietung der Klassen bedankt sie sich bei den Lehrerinnen der Schule für ihren täglichen Einsatz und ihr Herzblut sowie beim Brugger Stadtrat. «Das Ja zur Erweiterung und Sanierung unserer Schule ist ein Ja zur Bildung und zu einer Investition in die Zukunft unserer Kinder», so Weder.

Anschliessend stellt der Künstler Jonas Studer das «Ummo-Projekt» vor, sein Kunst-und-Bau-Vorhaben, das er gemeinsam mit den Kindern in der Schulanlage Umiken verwirklicht. Ausgangspunkt des Projekts sei eine Erzählung, nach der ein gewisser Ummo mit seiner Sippe im Frühmittelalter in Umiken einen besonderen Ort gefunden und sich dort niedergelassen haben soll. Diese Saga bilde den Boden, auf dem das Projekt nun wachse.

Jonas Studer und Schulkinder aus Umiken mit der Zeitkapsel. (Bild: leh)

Immer mehr Schulkinder
Auch der Stadtrat ist an der Grundsteinlegung anwesend, vertreten durch Michel Indrizzi und Roger Brogli. Indrizzi unterstreicht in seiner Rede die Bedeutung des umfassenden Bauprojekts – in einer Zeit, in der die Zahl der Schulkinder in Brugg stetig wachse. «Wir müssen vorausdenken und nicht warten, bis es in der Schule zu eng wird», sagt Indrizzi. «Und genau das haben wird alle mit diesem Projekt getan.» Dabei stimme der Rahmen nicht nur architektonisch, auch die Verbindung der Anlage zur Umgebung und zur Landschaft rund um die Schule sei sehr gut gelungen.

Mit dem neuen Anbau werde nicht nur generell mehr Platz geschaffen, sondern auch Raum für Gruppenarbeiten, Rückzug und Tagesstrukturen. Was Indrizzi persönlich besonders gefällt, ist die Kombination aus Alt und Neu, wie er erklärt. Dies passe sehr gut zu Umiken und auch zu Brugg. «Es wird nicht einfach etwas Neues hingestellt. Der Bestand bleibt, er wird weiterentwickelt und ergänzt», so Indrizzi. Und schliesslich werde auch die Nachhaltigkeit gross-geschrieben. «Hier wird mit Holz gebaut, und zwar aus lokalen Ressourcen, danach wird mit erneuerbaren Energien geheizt, und mit den Materialien wird bewusst umgegangen.» Zum Abschluss seiner Rede betont der neue Stadtrat, dass das Projekt eine bedeutende Investition in die Bildung sei: «Und Bildung ist für mich der einzig wahre Rohstoff, den die Schweiz hat. Zu ihr müssen wir Sorge tragen.» 

Höhepunkt der Grundsteinlegung ist im Anschluss die Niederlegung einer Zeitkapsel in der Baugrube. Jonas Studer steigt mit einigen Schulkindern hinunter, um die mit rund zehn selbst kreierten Talismanen gefüllte Kapsel, umgeben von Wunderkerzen, hineinzulegen.