Eine Gala für den regionalen Sport

An der Aargauer Sportgala wurde am vergangenen Freitag im Campussaal der Aargauer Sportler des Jahres geehrt: Es ist Noe Seifert.
Der Aargauer Sportler des Jahres 2025 steht fest: Es ist der ­Oftringer Kunstturner Noe Seifert (Mitte). Auf Platz zwei landete die Karateka Elena Quirici aus Schinznach-Dorf, danach folgt der Aarauer Ultracycling-Athlet ­Robin Gemperle. (Bild: mg)

Windisch – Windisch war am letzten Freitag das Mekka für rund 350 Gäste, die in irgendeiner Form etwas mit Sport zu tun haben. Im Campussaal fand die Wahl des Aargauer Sportlers des ­Jahres 2025 statt. An der Sportgala trafen sich Sportlerinnen und Sportler aus diversen Disziplinen für einmal nicht im Sportdress, sondern in festlicher Garderobe.

Man plauderte an den langen Tischreihen im stilvoll gestalteten Saal und genoss den leckeren Apéro, den Hauptgang und das riesige Dessertbuffet – doch viel wichtiger waren die vielen Ehrungen, die vorgenommen wurden.

Turnen, Tanz und Musik
Durch den unterhaltsamen Abend führte SRF-Sportkommentator und -journalist Calvin Stettler, der mit seinen lockeren Sprüchen immer wieder für Lacher sorgte und bei dem sich die Sportlerinnen und Sportler sichtlich gut aufgehoben fühlten. «Mir ehred, mir würdiged, d Hütte isch voll, das freut alli», so der Aargauer Profi.

Den Auftakt zum Programm machten die Kinder und Jugendlichen des Tanzkollektivs HP Zofingen, die eine energiegeladene Show zeigten. Mit dem Baschi-Song «Bring en hei» brachten die Organisatoren die Gäste schliesslich zum Klatschen. Und musikalisch verwöhnte die Formation Klassik Nuevo Ohren und Augen mit brillanten Streichmusik- und Akkordeonklängen in modernem Gewand. Aargauer Kunstturnerinnen und Kunstturner zeigten dazu ihr Können – eine beeindruckende Symbiose.

Sportministerin Martina Bircher im Gespräch mit Moderator Calvin Stettler. (Bild: mg)

Sechs Nominationen
Sechs Sportlerinnen und Sportler waren zur Wahl der Aargauer Sportlerin oder des Aargauer Sportlers nominiert worden: Robin Gemperle (Ultracycling), Michelle Heimberg (Wasserspringen), Nora Meister (Paraschwimmen), Ilaria Olgiati (Parabadminton), Elena Quirici (Karate) und Noe Seifert (Kunstturnen). Die Spannung an der Ehrung wurde hochgehalten, indem zuerst die Ränge drei und zwei verliehen wurden: Rang drei ging an Robin Gemperle. Er hat letztes Jahr zwei der drei wichtigsten Rennen in seiner Sportart gewonnen. Für den Aarauer ist es normal, 400 Kilometer pro Tag mit dem Velo an einem Rennen unterwegs zu sein.

Rang zwei erreichte die Karateka Elena Quirici aus Schinznach-Dorf. Sie gewann Bronze an der Europameisterschaft, Gold an den World-Games und wurde zum dritten Mal in Folge als beste Karateka der Welt ausgezeichnet.

Die Spannung stieg, als Sportministerin Martina Bircher zum dritten, nun goldenen Couvert griff und den Namen vorlas: Noe Seifert. Im Regen aus goldenen Konfetti nahm der 27-jährige Oftringer seinen verdienten Preis entgegen. Er gewann 2025 an der Weltmeisterschaft im Kunstturnen in Jakarta, Indonesien, Bronze im Mehrkampf. Das ist seit 75 Jahren die erste Schweizer Medaille an einer Weltmeisterschaft. Der Ausnahmeturner, der nicht so gern in Interviews mit Worten turnt, sagte zu Calvin Stettler: «Ich nimmes, wies chunnt.» Und bei ihm kommt es wohl meistens sehr gut.