Plattform zur Region lanciert

Die Region ist im Umbruch, komplexe Vorhaben stellen die Weichen für die Zukunft. Und es besteht Informationsbedarf, findet Wasserschloss Plus.
Andreas Heinemann, Dario Abbatiello und Doris Sommer vom Vorstand. (Bild: pbe)

Brugg | Windisch – Wohin geht der Weg für unsere ­Region? Welche Massnahmen müssen im Interesse einer günstigen Entwicklung getroffen werden? Was ist bereits angedacht? Welche Überlegungen stehen hinter den anstehenden Entscheidungen? – Der Verein Wasserschloss Plus hat sich zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung über verschiedene Grossprojekte zu informieren. Und zwar auf eine leicht verständliche Weise und ohne Schnickschnack und Firlefanz (zukunft-brugg-windisch.ch).
Die drei Vorstandsmitglieder Doris Sommer, Andreas Heinemann und ­Dario Abbatiello – alle fest verwurzelt in unserer Region – präsentierten die neue Plattform und erläuterten deren Inhalte. Dabei formulierte Doris Sommer gleichsam das Motto: «Wir leben hier in einer pulsierenden, lebendigen Region, und das soll so bleiben.» ­Dario Abbatiello nannte fünf Aspekte, die bei allen Entwicklungsschritten bedacht werden müssen: Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft, Freizeit und Mobilität. Er skizzierte die Attraktivität unserer Region, sagte aber mit Blick auf die Verkehrssituation: «Wir haben heute schon Chaos. Nichts tun bedeutet mehr Chaos.» Damit kam Andreas Heinemann auf die Massnahmen zur Zentrumsentlastung zu sprechen, der zusammen mit der Entwicklung des Stadtraums Bahnhof erste Priorität zukommt. Stichworte können hier sein: Entlastung der bestehenden Verkehrsachsen und -knoten, Aufwertung des ­angrenzenden Wohnraums, unterirdische Verkehrsführung. Derzeit bewegen sich um die 40 000 Fahrzeuge durch Brugg/Windisch, und alle Pro­gnosen lassen eine weitere deutliche Zunahme erwarten. Eben: «Nichts tun bedeutet mehr Chaos.»

Grosses Entwicklungsgebiet
Dario Abbatiello skizzierte das Projekt «Stadtraum Bahnhof», eines der grössten Entwicklungsgebiete im Kanton Aargau. «Man rechnet damit, dass hier zukünftig 4000 bis 6000 Personen Wohngelegenheiten und Arbeitsplätze finden werden. Das ­bedingt eine bauliche Verdichtung, wobei gleichzeitig sehr viel Grün die Lebensqualität nicht nur bewahren, sondern sogar erhöhen soll.»
Nur am Rand wurden noch weitere Grossprojekte gestreift, nämlich das geplante neue Stadtquartier Aufeld-Aegerten und die Veloschnellrouten. Es wurde dabei deutlich, dass sich der Verein Wasserschloss Plus nicht etwa auf einzelne Personen- oder Wirtschaftsgruppen beschränkt, sondern eine ganzheitliche Sicht auf die Pro­blematik einnimmt.
Doris Sommer rief in Erinnerung, dass in den benachbarten Regionen – Aarau, Lenzburg, Baden – ebenfalls bedeutende Entwicklungsschritte unternommen würden, und sie betonte: «Festhalten am Status quo bringt uns nicht weiter.» Vor diesem Hintergrund erklärt die neue Plattform Zusammenhänge, zeigt Hintergründe auf und stellt zentrale Fragen zur zukünftigen Entwicklung unserer Region.