Historisches aus dem Stadtraum

Eine Ausstellung zeigt historische Bilder aus dem Stadtraum Brugg-Windisch. Dazu gibt es einen Fotowettbewerb und einen Sketchcrawl.
Das Team von Christian Bolt hat historische Bilder und Fotos gesammelt. (Bild: zVg)

Brugg – Die Initiative Utopia hat eine Ausstellung auf die Beine gestellt, die sich mit einer vergangenen, fast vergessenen Zeit beschäftigt. Sie zeigt historische Bilder und Fotografien aus dem Stadtraum Brugg-Windisch. Die Initianten haben dafür Fotos und Postkarten aus den letzten Jahrzehnten gesammelt. Ziel der Ausstellung sei, Vergangenheit und Gegenwart in einem Nebeneinander sichtbar zu ­machen, so die Initianten.
«Ich war Mitglied der Echogruppe bei der Testplanung zum Stadtraum», erzählt Koordinator Christian Bolt zum Hintergrund der Ausstellung. In dieser Gruppe sei auch über den Stadtkiosk diskutiert worden. «Die konkrete Idee zur Ausstellung im Stadtkiosk entstand, als das Bewerbungsformular für ein Projekt im Stadtraum in unserem Postfach eintrudelte», so Bolt. «Wir hatten vor einigen Jahren bereits Theaterprojekte organisiert, die sich mit Fragen von Veränderung im unmittelbaren Lebensraum, Verbindung und Identität beschäftigten. Diese Themen begleiten mich immer wieder.» So sei die Idee zur Fotoausstellung im Stadtkiosk aufgekommen.

Privatpersonen und Archive
Christian Bolt und das Team begannen, das Material zusammenzutragen. «Die Bilder stammen aus unterschiedlichen Quellen: aus alten Sammlungen, von Privatpersonen, von Unternehmern, die das Gebiet sehr stark geprägt haben, aus den Archiven von Brugg und Windisch oder dem ETH-Bildarchiv», so der Organisator, der auch Vorsitzender der Geschäftsleitung der Lernwerk Betriebe AG in Windisch ist, dazu Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Wasserschloss und Präsident des Gemeindeverbands Soziale Dienstleistungen Region Brugg.
Ausserdem würde die Ausstellung auf einem Bildschirm historische Postkarten der Region zeigen, die ­Peter Walde vom Projektteam über Jahre hinweg gesammelt habe. Roland Schwab aus dem Team habe ­wiederum ältere Swissair-Luftbilder mit Drohnenaufnahmen nachgestellt. Diese ermöglichten spannende Vergleiche von heute zu früher, wie ­Christian Bolt sagt.

Mit einem Handy mitmachen
Im Rahmen der Ausstellung gibt es auch einen Fotowettbewerb. «Eine Ausstellung ist ja eher etwas Passives. Die Leute schauen sich die Bilder an, tauschen sich darüber aus, gehen wieder nach Hause», sagt der 62-Jährige dazu. «Bei einem Wettbewerb können die Besuchenden aktiv sein, ihren eigenen Beitrag dazu leisten und sich so einbringen. Alle auf ihre eigene Weise.» Der Stadtraum lebe ja von den Menschen, die ihn gestalteten, und davon, wie die einzelnen Personen ihn wahrnähmen und interpretierten. «Und Fotografie ist etwas sehr Einfaches und Spielerisches. Alle können mit einem Handy mitmachen. Technisches Können ist an dieser Stelle unwichtig, was zählt, ist der persönliche Ausdruck.»
Eine Woche nach dem Fotowettbewerb geht im Rahmen der Ausstellung schliesslich ein Sketchcrawl über die Bühne. «Dieser lädt ein zum gemeinsamen Skizzieren mit den grossen Linien auch in unspektakulären Zwischenorten. Den Augenblick festhalten, Unscheinbares zum Ausdruck bringen. Wieder geht es um die Idee, etwas zu entdecken und gemeinsam zu unternehmen.»

Vernissage: Donnerstag, 7. Mai, 18 Uhr
Fotowettbewerb: Samstag, 9. Mai
Sketchcrawl: Samstag, 16. Mai
Stadtkiosk beim Bahnhof Brugg-Windisch