Eine Rutschbahn und viel Natur

Zum ersten Mal konnten Schülerinnen und Schüler am Baustellentag durch ihr künftiges Schulhaus gehen und es stolz den Erwachsenen zeigen.
Modell im Foyer: So stellten sich die Ennetbadener Kinder die Zukunft ihrer Schule vor. (Bild: cd)

Die Ennetbadener Schulkinder hatten bereits einen langen Tag hinter sich, als am vergangenen Donnerstag um 16.30 Uhr der «Baustellentag» begann. Morgens hatten sie noch über die Farbe abgestimmt, in welcher die Decken der Nasszellen im neuen Schulhaus Bachtal angemalt werden sollen. Ein sonniges Gelb und Schwarz lagen auf den Spitzenplätzen. Die Ausstellung mit den Modellen, welche die Workshop-Gruppen erarbeitet hatten, wurde am «Baustellentag» rege besucht. Die starke Partizipation der Kinder und Lehrpersonen in den Gestaltungs­prozess des neuen Schulhauses hatte bereits zwei Jahre vor dem Architekturwettbewerb begonnen. «Der Wunsch nach einem Heli­kopterlandeplatz wurde mehr als einmal angebracht, scheiterte aber an der Machbarkeit», erzählt Co-Schulleiter Ivo Lamparter schmunzelnd. Dafür werde nun ein anderer oft geäusserter Wunsch umgesetzt, nämlich eine Rutschbahn im Gebäude, sowie ein Partizipationsraum. «Dieser ist ein ganz zentrales Element in diesem Bau», erklärt Lamparter. Auch war es den 330 Schul- und Kindergarten­kindern ein Anliegen, viel Natur ums Schulhaus zu haben. Dass ihre Wünsche ernst genommen wurden, macht die Kinder stolz. Ganz aufgeregt konnten sie nun ihre Eltern durch den Rohbau führen, ihnen die künftige Bibliothek oder den Kindergarten zeigen. Die Fertigstellung ist für November 2023 geplant. «Natürlich gibt es dann ein grosses Fest», verspricht Lamparter.

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Martin Schiess, Architekt, Kummer/Schiess Architekten GmbH: «Die Partizipation der Kinder war ein Teil der Wettbewerbsaufgabe. Die Wünsche der Kinder haben uns im gesamten Entwurfsprozess begleitet und konnten an verschiedenen Stellen im Gebäude realisiert werden.»

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