Taktik, Treffsicherheit undTupperware

Das Grümpelturnier des FC Würenlingen verfügte über ­alles, was ein gutes Dorfturnier ausmacht: von doppelt ­zählenden Frauentoren bis zur klassischen Fachsimpelei.
Fussballerische Highlights bei 29 Grad. (Bild: isp)

Würenlingen – Der Fussballclub Würenlingen lud am vergangenen Samstag zum zweiten Mal zu einem Grümpelturnier ein. Um 10 Uhr strömten 14 Mannschaften auf den Sportplatz Kuhgässli, als hätten sie sich monatelang auf diesen Moment vor­bereitet. Was bei einigen durchaus der Fall gewesen sein mochte, bei anderen hingegen eher nicht. Die einen kamen mit taktischen Skizzen, die anderen mit Kühlboxen. Aber alle mit dem Vorsatz, das Grümpelturnier 2026 zu rocken.

Hitzige Debatten und kreative Spielzüge
Gespielt wurde wie immer mit fünf Feldspielern und einem Torwart, wobei die Regel «Frauentore zählen doppelt» für einige hitzige Debatten sorgte. Die Stimmung war ausgelassen, die Laufwege manchmal kreativ, und die taktische Disziplin variierte je nach Team zwischen Champions-League-Niveau und «Wir schauen mal, was passiert». Zwischen den Spielen drängten sich die Zuschauerinnen und Zuschauer an den Spielfeldrand, während aus der Festwirtschaft verführerische Düfte strömten. Es gab Pommes frites, Hotdogs und kühle Getränke. Und wer gerade nicht spielte, sass im Schatten, fachsimpelte über Fussball oder diskutierte über die WM-Spiele, die später übertragen wurden.

Spektakel im Tor
Bei der letztjährigen Austragung nahmen acht Mannschaften teil. «In diesem Jahr sind es sechs mehr», freute sich Marc Thurnherr vom Organisationskomitee. «Mit von der Partie sind Freizeitteams aus Freundesgruppen, Teams aus lokalen Betrieben oder Vereinen, Familien- oder Nachbarschaftsteams oder einfach, wer Lust hat.» Das Grümpelturnier war ein Treffpunkt für die ganze Gemeinde: Familien, Freunde, ehemalige Vereinslegenden – alle waren da. Und alle hatten ihren Spass, egal ob sie spielten, zuschauten oder einfach nur die Atmosphäre genossen. Zum Schluss bedankte sich der FC Würenlingen bei den Hauptsponsoren, und die Teams verabschiedeten sich mit müden Beinen, aber bester Laune. «Nächstes Jahr wieder», hörte man überall. Und man glaubte es ihnen sofort. Das Siegerteam erhielt übrigens einen Pokal.

wuen_gruempelturnier

(Bilder: isp)

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