Aus der Komfortzone gedrängt

In der neusten Produktion der TGW sieht sich die ordnungsliebende Pensionswirtin Linda mit unerwarteten Problemen konfrontiert.
TGW-Ensemble der letztjährigen Produktion «Drei Geister für Charlène». (Bild: zVg)

Wettingen – Die Theatergesellschaft Wettingen (TGW) bringt bereits seit 1957 vornehmlich Komödien auf die Bühne. Das diesjährige Stück «Pension am Limit» von Claudia Gysel spielt der TGW voll in die Karten. Die Komödie in drei Akten handelt von Linda Sommer, einer tüchtigen Pensionswirtin, die immer alles im Griff haben muss und dies in der Regel auch hat. Eigentlich leidet die Wirtin an ausgeprägtem Kontrollzwang. Alles in ihrem Leben ist bis auf das Kleinste durchorganisiert und getaktet, jedes Detail abgesprochen, nichts geht ohne sie, und nichts wird dem Zufall überlassen.

So hat sie auch die GV des Samaritervereines, die Einkehr der Wandergilde sowie das Geburtstagsfest eines langjährigen Gastes sehr gut organisiert, alle Listen gecheckt und alle störenden Eventualitäten eliminiert. Nur mit einer akuten Magen-Darm-Grippe, die im Umlauf ist, hat sie nicht gerechnet. Ebenso wenig mit einem Dieb, der seine Beute in ihrer Pension versteckt und natürlich auch nicht mit der versehentlichen Doppelbelegung eines Zimmers. Und dass das Geburtstagskind alles unternimmt, dass seine eifersüchtige Ehefrau ihm nicht den Abend verdirbt, stellt die strukturierte Pensionswirtin vor echte Herausforderungen. Linda muss einsehen, dass, trotz vermeintlich totaler Kontrolle, auch sie ans Limit geraten kann.

Eingespieltes Team
Umgesetzt wird das Stück von zehn Darstellerinnen und Darstellern der TGW unter der Regie von Debora Büsser und Janine Hauser. Die Arbeit als Regieteam funktioniere dabei ausgezeichnet, meint Janine Hauser. Ungefähr ein halbes Jahr vor den Vorstellungen treffen sich die Darstellerinnen und Darsteller wöchentlich, um die einzelnen Rollen zu einem Schauspiel zu verschmelzen. An zwei Wochenendtagen wird das Geprobte zudem gefestigt.

Um die sechs Aufführungen an zwei Wochenenden bestreiten zu können, werden neben den Schauspielerinnen und Schauspielern zahlreiche weitere helfende Hände benötigt. Regieassistenz, Technik, Bühnenbau und Maske tragen ihren Teil zum Gelingen des Spektakels bei. Abseits der Bühne sorgen weitere Vereinsmitglieder für die Verpflegung und organisieren die Tombola. «Glücklicherweise haben wir momentan sehr viel Nachwuchs im Verein», freut sich Janine Hauser. «Es gibt auch immer noch Junge, die Lust haben, Theater zu spielen. Dadurch entsteht ein toller Austausch über die Generationen hinweg.»

Tickets für die Aufführungen unter theatergesellschaft-wettingen.ch reserviert werden. Die Aufführungen finden im reformierten Kirchgemeindesaal an der Etzelstrasse 22 in Wettingen statt. Türöffnung ist jeweils zwei Stunden vor Beginn der Aufführung. Bis 15 Minuten vor dem Start wird Pasta mit hausgemachter Bolognese- oder Tomatensauce serviert, daneben gibt es ein Kuchenbuffet. Wegen Bauarbeiten stehen beim Gebäude keine Parkplätze zur Verfügung.

Premiere: Freitag, 23. Januar, 20 Uhr
Weitere Daten:
theatergesellschaft-wettingen.ch