«Wir möchten die Leute begeistern»

120 Ausstellende tummeln sich Mitte April auf der Rietwise. Die Expo Surbtal findet zum zweiten Mal mit dem ­jetzigen Konzept statt.
Zusammen mit Marco Calistri führt Paul Hediger das zehnköpfige Organisationskomitee der Gewerbeschau im Surbtal. (Bild: zVg)

Lengnau – Paul Hediger, Co-Präsident des Gewerbevereins Surbtal, spricht im Interview über die Aufgaben und Herausforderungen bei den Vorbereitungen einer modernen Messe sowie darüber, was die Besucher und Besucherinnen vor Ort erwartet.

Paul Hediger, die Expo Surbtal steht kurz bevor. Worauf freuen Sie sich am meisten?
Ich freue mich, dass wir die Vielfalt des Gewerbes im Surbtal und in der Region den Besuchenden zeigen können. Wir sind eine starke Region mit guten Gewerblern, die alles anbieten, was man braucht. Wir möchten die Leute begeistern und hoffen, dass alle Freude an der Expo haben.

Wann haben die Vorbereitungen ­begonnen?
Die Vorbereitungszeit war sehr kurz. 15 Monate, das ist für eine Ausstellung eher wenig, aber wir haben uns ins Zeug gelegt. Nach der Coronapandemie war es eine Herausforderung, einen Termin zu finden, weil man sich innerhalb der Region absprechen musste.

Wie gross ist das Team?
Das Organisationskomitee besteht aus zehn Personen.

Paul Hediger (hintere Reihe, Dritter von links) und das zehnköpfige Team. (Bild: zVg)

Hat sich seit der letzten Gewerbeausstellung etwas verändert?
Die letzte Ausstellung war 2019, und das Konzept der Expo entstand damals unter der Leitung von Silvia Huber. Wir wollen es nun weiterführen, natürlich mit Anpassungen.

Welche Herausforderungen ­mussten im letzten Jahr bewältigt werden?
Die grösste Herausforderung war finanzieller Art, es müssen wirklich genügend Gewerbler und Gewerblerinnen mitmachen. Die Mitglieder des Organisationskomitees arbeiten unentgeltlich. Ein weiterer Aspekt ist die Sicherheit. Hinzu kommen Werbung und Marketing. Wir wollen ausserdem ein gutes Unterhaltungsprogramm, das gibt es natürlich nicht kostenlos.

Welche Bedeutung hat die Gast­region Surselva, und was verbindet sie mit dem Surbtal?
Surselva ist gut angebunden und nicht weit entfernt. Sehr viele Surbtalerinnen und Surbtaler verbringen dort ihre Ferien, unabhängig von der Jahreszeit. Eine Zusammenarbeit lag nahe. Als Gastregion ist die Surselva sehr in die Expo involviert, und Olympiasieger Carlo Janka kommt als Stargast vorbei, das freut uns.

Das Puzzlestück wurde als Symbol für die Expo gestaltet. Bleibt es dem Verein danach als Logo erhalten?
Wir wollen es weiterführen. Angedacht war es zunächst nur für die Expo, wobei hier parallel gearbeitet wurde. Die Kreisschule Surbtal gestaltet zudem Puzzleteile für den Eingangsbogen der Expo. Über diese Beteiligung freuen wir uns sehr. Am Samstag (18. April) haben wir daneben einen Jugendtrail. Wir wollen auch die Lehrlinge von morgen ansprechen.

Hat sich mit dem Namenswechsel von der Gewerbeschau zur Expo ­etwas verändert?
Wir wollen moderner auftreten. Dazu passt das Konzept der Expo sehr gut.

Wie viele Besuchende werden vom 17. bis 19. April erwartet?
Wir rechnen mit gut 20 000 Besucherinnen und Besuchern. Dazu kommen die über 120 Ausstellerinnen und Aussteller.

Was dürfen die Besucher und ­Besucherinnen von der Expo ­Surbtal erwarten?
Erlebnis pur! Wir haben über zwölf Gastrobetriebe, in denen man sich verpflegen kann, es gibt Gemeinschaftsstände und viele Attraktionen. Das Unterhaltungsprogramm bietet einen guten Mix über den ganzen Tag verteilt. Und wir hoffen selbstverständlich auf gutes Wetter.

Es gibt zum Beispiel eine ­Helikopterlandung.
Ja. Zusammen mit den Hilfsorganisationen haben wir einen ganzen Park geplant.

Und der Heimfahrservice soll dafür sorgen, dass die Strassen entlastet sind?
Zusätzlich zu unserer guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Aber der Heimfahrservice ist natürlich das Tüpfelchen auf dem i.

Bitte ergänzen Sie: Wenn …, dann war es eine erfolgreiche Expo Surbtal 2026.
Wenn alle Besucherinnen und Besucher sowie Ausstellerinnen und Aussteller glücklich sind und wenn alle sagen: Das ist eine gute Ausstellung. Und wenn das Gewerbe davon profitieren konnte.
Das Organisationskomitee ist sehr gut aufgestellt, und die Zusammenarbeit war ausgezeichnet. Alle haben vollen Einsatz gezeigt – auch die Gemeinde Lengnau.