Gewerbe und Bevölkerung in Feststimmung

Die Surbtaler Gewerbetreibenden begeisterten die ­Besucherinnen und Besucher mit ihrer Expo und ihren ­Angeboten für Jung und Alt.
124 Stände gaben Einblicke in die Angebote der Unternehmen. Darunter auch die Rettungsfahrzeuge der Alpine Air Ambulance. (Bild: bkr)

Lengnau – «Ein Wetter, glatt zum Eierlegen» (Erich Kästner «Im Auto über Land»), das erwartete am Wochenende die Besucherinnen und Besucher der Expo Surbtal. Gewerbeausstellungen sind Leistungs- und Produkteschauen, aber ebenso gesellschaftliche Events. Unter dem Namen Expo und ihrem Motto «Persönlich begegnen – Vielfalt erleben» hat der Gewerbeverein Surbtal, dem 163 Mitglieder aus 6 Gemeinden angehören, in und um die Lengnauer Schulanlage Rietwise einen Anlass der Superlative durchgeführt. 124 Stände – darunter sehr aufwendige Konstruktionen in einem Zirkuszelt und im Freien – gaben Einblicke in die Angebote der einzelnen Unternehmen. Genutzt wurden die Stände auch, um verschiedene Berufe vorzustellen und für künftige Auszubildende zu werben. Schon im Vorschulalter einen kleinen Bagger zu führen oder mit verschiedensten Spielen einen ersten Kontakt zu einem Berufsfeld herzustellen, waren Highlights. Wie auch ein Jugendtrail, auf dem es an verschiedenen Ständen Aufgaben zu lösen galt.
So eindrücklich und attraktiv die Präsentationen waren – was ist eine Gewerbeschau ohne ergänzendes ­kulinarisches Angebot, ohne Unterhaltungsprogramm? Als Gastregion konnte die Surselva gewonnen werden. Sie ist für ihre Ski- sowie Wandergebiete bekannt, und Skistar Carlo Janka, ein Olympiasieger, war für Autogramme nach Lengnau gereist. Auf einem Skirennsimulator konnte man versuchen, Janka im Riesenslalom zu schlagen. Dass die Bündner kulinarische Spezialitäten im Gepäck hatten und eine der Beizen betrieben haben, ist klar.

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Einer von vielen Höhepunkten an der Expo: Der Weisch-no-Treff mit kulinarischem Angebot und einer Powerpoint-Präsentation mit Bildern aus 43 Jahren Gewerbeverein. (Bilder: bkr)

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Weisch no?
Insgesamt gab es 13 Gastroangebote. Die Vielfalt der Gerichte reichte von Wild über Pasta und Würste bis zu Raclette. Auf besonderes Interesse stiess der Weisch-no-Treff mit Apéroplättchen und einer Powerpoint-Präsentation mit Bildern aus 43 Jahren Gewerbeverein. Ebenfalls pure Nostalgie war die Wiederauferstehung des ­legendären Ehrendinger Restaurants Höhtal. 2023 infolge Pensionierung geschlossen, erlebte es in den Katakomben der Mehrzweckhalle ein ­Revival. Wirt Kurt Schneider und ein grosser Teil des seinerzeitigen Personals servierten Höhtal-Hacktätschli und Rindfleischtartar.
Breit gefächert war das Unterhaltungsprogramm, das bis 2 Uhr in der Früh für Stimmung sorgte. Bereits am Eröffnungsakt dabei war die Alphorngruppe von Gewerbe-Ehrenpräsident Kurt Schmid. Ebenfalls aus der näheren Region kamen die Strizzi-Fäger und das Jugendspiel Surbtal, ergänzt durch viele andere Formationen. Die Jubla Surbtal betreute ein Programm für Kinder – samt Ponyreiten. Und auch die Idee der real nie gebauten Surbtalbahn Niederwenigen–Döttingen lebte in Form einer für Kinder als Transportmittel nutzbaren Modellbahn auf. Konstruiert hat die dafür benötigte Lokomotive der Tegerfelder Kevin Koller als Vertiefungsarbeit während seiner Lehre zum Polymechaniker EFZ.