3000 statt 1500 Kubikmeter

Nach fast zwei Jahren hat der Gemeindeverband Regionale Wasserversorgung Birrfeld die Arbeiten am Reservoir ­Eitenberg abgeschlossen.
Rewa-Vizepräsidentin Anita Bruderer und Präsident Daniel Vogt freuen sich über die erweiterte Anlage. (Bild: zVg)

Region – Die Wasserversorgung für rund 22 000 Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinden Birr, Birrhard, Hausen, Lupfig, Mülligen und Windisch ist wieder auf dem neuesten Stand. Die Regionale Wasserversorgung Birrfeld (Rewa) hat das Reservoir Eitenberg in fast zwei Jahren erweitert und modernisiert, wie sie mitteilt. Die Kosten seien innerhalb des bewilligten Kredits von 2,508 Millionen Franken gehalten worden.
Das Speichervolumen des Reservoirs wurde dabei von 1500 auf 3000 Kubikmeter verdoppelt. Ein Drittel des Wassers ist für die Brandbekämpfung ­reserviert. Damit übernimmt das Reservoir Eitenberg eine zentrale Funktion für den Löschschutz in den sechs Gemeinden sowie für wichtige Infrastrukturen wie die Autobahntunnel Habsburg und Bözberg sowie den Bahntunnel Bözberg. Die verbleibenden 2000 Kubikmeter stehen der Bevölkerung, Landwirtschaft, Industrie und dem Gewerbe zur Verfügung, so die Rewa. Gerade für die Landwirtschaft gewinne «eine zuverlässige Wasserversorgung auch im Zusammenhang mit dem Klimawandel zunehmend an Bedeutung».

Eine zusätzliche Kammer
Für die Erweiterung wurde westlich der bestehenden Anlage eine zusätz­liche Reservoirkammer mit einem ­Volumen von 1500 Kubikmetern gebaut. Diese ist über einen Gang mit der bestehenden Schieberkammer verbunden, in der die Zu- und Ableitungen der Reservoirkammern zusammengeführt und gesteuert werden. 
Die neue sowie die beiden bestehenden Kammern können unabhängig voneinander betrieben werden. Dadurch bleibe bei Wartungsarbeiten immer ein grosser Teil des Speichervolumens verfügbar, schreibt die Rewa. Zusätzlich ermöglichten neue Leitungen eine Einspeisung des Reservoirs von zwei Seiten, was die Versorgungssicherheit weiter erhöhe.

Unerwartete Hindernisse
Nach dem Spatenstich im August 2024 sind die Bauarbeiten also abgeschlossen. Sie verliefen insgesamt ­reibungslos und ohne Zwischenfälle oder Unfälle, wie die Rewa mitteilt. Während der Bauarbeiten seien aber unerwartete Herausforderungen aufgetreten. So sei beim Bau einer neuen Zuleitung im Waldweg belastetes Erdmaterial mit schwer abbaubaren Industriechemikalien entdeckt worden. Das belastete Material sei fachgerecht in einer spezialisierten Bodenwaschanlage behandelt worden. Und beim Aushub sei stellenweise verwitterter Fels zum Vorschein gekommen.
Um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten, seien Böschungen mit Spritzbeton und Netzen gesichert worden. Zusätzliche Anforderungen hätten sich zudem aus den umfangreichen Prozessen hinsichtlich der Bewilligungen für die Bauten im Waldgebiet ergeben.

Am Schieberad gedreht
Nun aber konnte die Anlage von Vertreterinnen und Vertretern der Rewa-Mitgliedsgemeinden eingeweiht werden. Rewa-Präsident Daniel Vogt und Vizepräsidentin Anita Bruderer nahmen den Besuch zum Anlass, symbolisch am Schieberrad zu drehen. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurden ausserdem die Flächen über dem Reservoir begrünt und mit Sträuchern und kleinen Bäumen bepflanzt. 
Nach der Erweiterung und der Modernisierung des Reservoirs sind bereits die nächsten Arbeiten geplant: 2028 sollen die beiden bestehenden Reservoirkammern sowie der ältere Teil des Schieberhauses umfassend saniert und technisch modernisiert werden.