Hoffen auf den Wiedehopf

Der Wiedehopf soll ins ­Schenkenbergertal zurückkehren. Ein Verein hat dafür an zwei Standorten spezielle Nistkästen aufgestellt.
Der Wiedehopf soll im Schenkenbergertal wieder heimisch werden. (Bild: Matthias Villiger)

Schinznach –Einst war der Wiedehopf im Schenkenbergertal heimisch. Sein Gesang erklang bis vor etwa 20 Jahren in Veltheim, Schinznach und Thalheim von den Wiesen, Feldern und Lichtungen. Dann verschwand der Vogel mit dem spitzen Schnabel und der markanten Federhaube von der Bildfläche. Seine dumpfen, rohrflötenähnlichen Gesänge auf «u» verstummten.
Nun soll der Wiedehopf im Schenkenbergertal wieder angesiedelt werden. Anfang Mai hat der Verein Natur und Landschaft Schenkenbergertal an zwei Standorten dafür spezielle Nistkästen montiert. Ziel dieser Massnahme sei, dem Wiedehopf geeignete Brutplätze anzubieten und seine Wiederansiedlung auf diesem Weg zu fördern, schreibt der Verein in einer Mitteilung. Die Nistkästen befinden sich in Schinznach-Dorf bei der Wanne und in Oberflachs beim Junkerweg. Es handelt sich um Vogelhäuser aus Holz mit grossen Einstiegslöchern.

Nistkästen von einer Stiftung
Die Idee zur Wiederansiedelung des seltenen Vogels stamme vom ehemaligen Vereinspräsidenten Felix Naef, sagt der heutige Präsident Daniel Hürlimann. «Er erhielt die Nistkästen auf Bestellung von einer Stiftung, und so kam der Ball ins Rollen», erzählt Hürlimann. Unterdessen konzentriere sich der Verein aber nicht nur auf den Wiedehopf. «Wir möchten auch die Mauersegler fördern und suchen aktuell nach geeigneten Standorten», so der Vogelschützer weiter.
Zuerst ist aber Warten angesagt. Denn ob der Wiedehopf die neuen Nistplätze annimmt, wird sich zeigen müssen. «Meiner Kenntnis nach hat er das noch nicht getan», sagt Hürlimann. Und es sei schwierig abzuschätzen, ab wann mit Aussagen zum Erfolg des Projekts zu rechnen sei. «Wir waren im Vergleich zur Brutzeit eher spät dran mit dem Montieren der Nistkästen, aber eine Brut wäre immer noch möglich», sagt Hürlimann. «Aussagekräftige Resultate kann ich im Moment nicht nennen, aber ich hoffe sehr, dass der Wiedehopf ab nächstem Jahr wieder im Schenkenbergertal brüten wird.» Bereits jetzt sei geplant, 2027 zusätzliche Nistkästen im Schenkenbergertal zu montieren.
Die Bevölkerung wird derweil gebeten, allfällige Beobachtungen nur aus der Distanz zu machen und die Tiere nicht zu stören. Ruhe rund um die Brutplätze sei eine wichtige Voraussetzung für einen Bruterfolg, wie der Verein betont.