Windisch feiert sein Schulhaus

Mit einer festlichen Eröffnung wurde das neue Schulhaus Dohlenzelg eingeweiht. Zahlreiche Interessierte besichtigten die Räumlichkeiten.
Das Schulhaus Dohlenzelg wurde im Rahmen des Jugendfestes eröffnet. (Bild: isp)

Den Auftakt zum zweitägigen Jugendfest in Windisch machten am Freitagabend die offizielle Eröffnung und die Einweihung des neuen Schulhauses Dohlenzelg. Die etwa halbstündige Eröffnungszeremonie wurde wegen der Hitze in das neue Foyer des Schulhauses verlegt.
Luzia Capanni, Gemeindepräsidentin von Windisch, erinnerte in ihrer Eröffnungsrede daran, dass vor ungefähr zehn Jahren erste Ideen und mögliche Pläne in Sachen «Neubau Schulhaus» ins Rollen gekommen seien. Sie freute sich umso mehr, dass diese Vision seit diesem Frühjahr nun Realität ist und dass der moderne Holzbau offiziell am 2. April der Gemeinde übergeben werden konnte.

Für kommende Generationen
Auch Gemeinderat Patrick Gloor richtete Grussworte an die zahlreichen Anwesenden. Er betonte, dass das nicht bloss ein neues Schulhaus sei, sondern in diesen Räumlichkeiten Zukunft geschrieben werde.
Die Schulanlage ist als grosser Neubau mit ­Primarschule, Kindergarten und ­Doppelturnhalle konzipiert. Laut den Projektangaben hat es Platz für zwölf Primarschulklassen und drei Kindergärten, mit Reserve für zusätzliche Klassen. Finanziell handelt es sich um das grösste Investitionsprojekt der Schulraumplanung der Gemeinde Windisch mit einem Kreditrahmen von rund 35,7 Millionen Franken, der gemäss den aktuellen Kostenprognosen eingehalten werden kann.
Später ergriff Lukas Zumsteg von Liechti Graf Zumsteg Architekten das Wort. Architektonisch setzt das Schulhaus Akzente: Es wurde in moderner Holzbauweise realisiert, mit einem zentralen Foyer und offenen Lern­bereichen im Obergeschoss. In der ­Gesamtanlage wurde eine grosse Menge Holz verbaut, wodurch eine erhebliche Menge CO2 gebunden wird. Die Aussenanlagen sind noch nicht ganz fertig. Die bestehende Turnhalle wurde aber zurückgebaut, nach den Sommerferien folgt der Rückbau des Schulhauses, und die Umgebung soll bis Sommer 2027 fertiggestellt werden. Als zentrale Elemente nannte ­Lukas Zumsteg eine «grosszügige Spielwiese, einen Allwetterplatz sowie einen Aufenthalts- und Freiraum, der von den Schülerinnen und Schülern aktiv mitgestaltet werden kann».

Ein musikalischer Moment
Für einen emotionalen Augenblick sorgten die Schülerinnen und Schüler, als sie zum Lied «Chlini Händ» des Mundartmusikers Marco Kunz anstimmten. Verständlich, dass zahlreiche Eltern ihre Handys zückten und diesen Moment festhalten wollten. Aber Fotos beim anschliessenden si­gnalisierten Rundgang durch die Räumlichkeiten zu machen, genau das war nicht gestattet, und zwar aus datenschutzrechtlichen Gründen.