Auf kleinen und grossen Rädern

Velos, soweit das Auge reicht, am vergangenen Sonntag. (Bild: mg)

Wem die unsägliche Hitze nichts ausmacht, der geht auch bei diesem Wetter hinaus: So die gut 25 000 Teilnehmenden des 13. Slow-up Brugg Regio. Ab 10 Uhr konnte man im Brugger Geissenschachen oder aber auch in Lupfig starten – oder an einem beliebigen Punkt der 33 Kilometer langen Rundroute.
Die Strecke führte im Uhrzeigersinn der Reuss entlang, über die Aare, vorbei an Feldern und Wiesen, durch Auen und durchs Wasserschloss. Gut ausgerüstet mit Helm, Sonnenbrille, Getränk und Zwischenverpflegung machten sich die vielen Sportsfreunde jeglichen Alters auf den Rundweg durch die Orte Brugg, Windisch, Mülligen, Lupfig, Scherz, Hausen, Villnachern, Riniken, Rüfenach und Villigen.
An allen Standorten gab es einen Festplatz mit sanitären Anlagen und Verpflegungsangeboten. Es wurden Produktmuster verteilt, und Wett­bewerbe wie Büchsenschiessen, Bobbycar-Fahren mit anschliessendem Wäscheaufhängen oder Glücksrad-Drehen waren beliebte Entspannungsangebote für Kinder und Erwachsene, wenn man nicht gerade radelte oder auf Inlineskates fuhr. Auch Veloflick-Stationen gab es in Brugg und Lupfig, aus gutem Grund, denn es fiel auch mal ein Pedal ab oder etwas musste geschraubt werden.

Der Slow-up ging ohne gröbere Unfälle über die Bühne. (Bild: mg)

60 Paar Socken
Am frühen Nachmittag freute sich Hörby Künzi, Präsident Pro Velo Brugg-Windisch und Pro Velo Aargau, dass die 60 Paar Slow-up-Socken, die von einem Crowdfunding übrig geblieben waren, bereits alle verkauft waren: «Das zeigt, dass man den Slow-up unterstützen möchte.» Er betonte, dass solche Anlässe wichtig seien, weil dann viele Menschen auf breiten Strassen fahren können: «Es gibt sehr viele Leute, die sich nicht trauen, auf dem Fahrradstreifen zu fahren, weil sie sich unwohl fühlen, wenn Autos mit 50 oder 80 Stundenkilometern an ihnen vorbeiziehen. Am Slow-up getrauen sie sich aber, da die Strassen für sie frei sind.»
Nicht nur Socken, sondern auch rund 2000 Solidaritäts-Vignetten und über 300 Solidaritäts-Medaillen wurden verkauft. Der Erlös unterstützt die Durchführung des Anlasses, der für die Teilnehmenden kostenlos ist. Den Anlass unterstützen jeweils über 500 freiwillige Helferinnen und Helfer, welche zum Beispiel den Routenplan verteilen und Auskünfte geben.
Die Samariter im Geissenschachen hatten auf Anfrage nicht sehr viel zu tun: Schürfwunden durch Stürze und Wespenstiche machten den Hauptteil aus. Zweimal musste die Sanität am Anlass ausrücken, zum Glück ohne schwerwiegende Folgen. Der Verkehr wiederum wurde in der Region durch unzählige Verkehrsdienstleistende geregelt, so dass Autofahrer zwar warten mussten, die Hauptstrassen aber ebenfalls benutzen konnten.
Den nächsten Slow-up Brugg Regio kann man sich bereits im Kalender eintragen: Er findet am Sonntag, 8. August 2027 statt.