Ausbau der Wasserversorgung

Mit einem symbolischen ­Spatenstich hat man mit dem Neubau des Reservoirs Schachen und dem Ausbau der Wasserversorgung begonnen.
Die Protagonisten beim Spatenstich (von links): Andreas Hutter, Stv. Brunnenmeister; Fabian Keller, Brunnenmeister; Marc Spörri, Projektleiter bei Waldburger Ingenieure AG; Michael Merkli, Leiter Tiefbau, Abteilung Bau und Planung, Untersiggenthal; Norbert Stichert, Gemeinderat, Ressortvorsteher; Adrian Hitz, Gemeindeammann; Ronny Bechler, Bauführer, Aarvia Bau AG. (Bild: pg)

Untersiggenthal – Trinkwasser ist lebenswichtig, deshalb ist eine zuverlässige Versorgung mit sauberem Wasser entscheidend für eine gesunde Gesellschaft. Wasser ist keine Selbstverständlichkeit. Wir behandeln es oft als etwas, das automatisch in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung steht. Dass dem nicht so ist, erfahren wir derzeit. Das Wasser, auf das wir angewiesen sind, und die Art und Weise, wie wir es nutzen, beeinflusst andere Menschen, Tiere und Ökosysteme. Die im vergangenen Mai eröffnete Sonderausstellung «Wasserversorgung» im Ortsmuseum beinhaltet auch das ­Bauprojekt des neuen Reservoirs Schachen.

Ein langwieriges Verfahren
In Anwesenheit der Protagonisten freute sich Gemeindeammann Adrian Hitz beim offiziellen Spatenstich am Dienstag, 11. August, dass ein für ­Untersiggenthal wichtiges Genera­tionenprojekt umgesetzt werden kann, nachdem die erforderlichen Vorarbeiten bereits begonnen haben. Denn die Gemeinde ist für die Beschaffung, die Speicherung und die Verteilung des Wassers in einwandfreier Qualität und genügender Menge verantwortlich.
Bevor Michael Merkli, Leiter Tiefbau der Abteilung Bau und Planung, das während beinahe 20 Jahren ­geplante und zur Ausführungsreife gebrachte Projekt vorstellte, dankte Hitz allen Beteiligten für die erspriessliche Zusammenarbeit und wünschte eine unfallfreie Realisierung. «Schon 2010 ging aus einer in Auftrag gegebenen Studie hervor, dass die 1965 erstellte Leitung in Steilhanglage durch stark überbautes Gebiet führt. Dadurch führen Leitungsbrüche in der Regel zu grossen Schäden an Gelände und bebauten Parzellen», so Merkli. Abklärungen seitens der Fachingenieure haben bewirkt, dass für das bestehende Reservoir Langacher ein neuer Standort ­geprüft wurde.
In einer Vorstudie wurden die beiden möglichen Standorte im Gebiet Schachen und Chline Berg einander gegenübergestellt und bewertet. Dabei vermochte der Standort Schachen zu überzeugen. In der Folge wurde die Machbarkeit im Detail geprüft. Die ausgearbeitete Vorlage wurde von der Abteilung für Baubewilligungen beim Kanton auf ihre Bewilligungsfähigkeit überprüft. Anschliessend wurde die Bauparzelle im Rahmen der Revision der Bau- und Nutzungsordnung der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zugewiesen. Der Kredit über 2,8 Millionen Franken, der ausserdem Folgekosten enthält, wurde vom Souverän 2021 genehmigt. Auf den Abschluss des Grundstückerwerbs folgte 2023 die Baueingabe, der 2025 vom Kanton zugestimmt wurde.

Eindrückliche Zahlen
Zum Schluss der umfassenden Ausführungen erwähnte Merkli die Eckdaten des Projekts, das von der Waldburger Ingenieure AG aus Aarau ausgearbeitet worden war. «Nach dem Aushub werden zwei rechteckige Kammern mit den Abmessungen 17,5 × 15 Metern und einer Tiefe von etwa 5,5 Metern in Stahlbeton erstellt. Insgesamt können nach der Fertigstellung im Sommer 2028 inklusive einer Löschwasserreserve von 200 Kubikmetern etwa 2350 Kubikmeter Wasser gespeichert werden. Ein den Kammern vorgelagertes Gebäude enthält die technische Ausrüstung sowie die hydraulischen Installationen. Über eine ungefähr 900 Meter lange, neu zu erstellende Transportleitung, ­deren Baubeginn auf den kommenden September festgesetzt ist, soll das neue Reservoir an das Netz der Wasserversorgung Untersiggenthal angeschlossen werden.» Merkli nahm die Gelegenheit wahr, dem anwesenden und für die Wasserversorgung verantwortlichen Brunnenmeister Fabian Keller und seinem Stellvertreter ­Andreas Hutter für ihre Arbeit rund um das Thema Trinkwasser zu danken. Gleichzeitig wurde nochmals auf den mit dem Neubau zunehmenden Lastwagenverkehr hingewiesen und der Bevölkerung für das Verständnis gedankt. Mit einer Schaufel schritten die Akteure daraufhin zur Tat, um mit dem traditionellen Spatenstich den Baubeginn zu vollziehen. ist lebenswichtig, deshalb ist eine zuverlässige Versorgung mit sauberem Wasser entscheidend für eine gesunde Gesellschaft. Wasser ist keine Selbstverständlichkeit. Wir behandeln es oft als etwas, das automatisch in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung steht. Dass dem nicht so ist, erfahren wir derzeit. Das Wasser, auf das wir angewiesen sind, und die Art und Weise, wie wir es nutzen, beeinflusst andere Menschen, Tiere und Ökosysteme. Die im vergangenen Mai eröffnete Sonderausstellung «Wasserversorgung» im Ortsmuseum beinhaltet auch das ­Bauprojekt des neuen Reservoirs Schachen.