Ein offenes Haus mit «frischem Geist»

Am vergangenen Sonntag wurde das renovierte reformierte Kirchgemeindehaus in Brugg eingeweiht. Sein Innenhof ist zur Oase geworden.
Symbolische Glocke: Kirchenpflegepräsidentin Trudy Walter mit Geschenk. (Bild: aru)

Der Himmel strahlte, als die Mitglieder der reformierten Kirchgemeinde Brugg am vergangenen Sonntag das frisch renovierte Kirchgemeindehaus einweihen durften. Dem Gottesdienst mit Pfarrer Rolf Zaugg und Pfarrerin Sophie Glatthard folgte ein feierlicher Apéro riche – im hellen neuen Saal. «Asche bewahren und Feuer entfachen», so laute ein Leitsatz der Kirchenpflege, betonte deren Präsidentin Trudy Walter in ihrer Ansprache. Daran habe sich auch die Renovation ausgerichtet. Was habe erhalten werden können, sei geblieben. Dazu gekommen seien neue Elemente und «ein frischer Geist». Während man im Innern des Gebäudes keinen Quadratmeter zusätzlich erhalten habe, habe die Kirchgemeinde draussen einen Platz gewonnen. Möglich wurde das durch die Kooperation mit der Stadt Brugg, der das anliegende Gebäude und ein Teil des Innenhofs gehören.

Dieser präsentierte sich am Einweihungsfest mit neuer Bepflanzung – dazu gehören etliche hitzeresistente Amberbäume – und einladenden Sitzplätzen. Einen besonderen Bogen zur Geschichte des fast 100-jährigen Kirchgemeindehauses schlagen die beiden Sitzbänke, die – wie Architekt Beat Klaus von der Brugger Architheke erläuterte – aus dem Holz der 100-jährigen Scheinzypresse, die einst den Innenhof bestückt hat, gefertigt wurden. Dieser «Lebensbaum» solle nun dazu einladen, sich im schönen Hof hinzusetzen und – umgeben vom wohltuenden Duft des Holzes – innezuhalten, so Klaus.

Glocke von der Landeskirche
Kirchenpfleger Ueli Wittwer, der die Baumkommission präsidierte, beleuchtete einen anderen Teil der «Energie». Er betonte, dass man sich bei der Renovation mittels neuer Gebäudehülle und Dämmungen für eine nachhaltige energetische Bauweise eingesetzt habe. Leider, so Wittwer, seien zwei Wermutstropfen geblieben: die Gasheizung, die man ersetzen wolle, sobald sich ein entsprechender Wärmeverbund in der Umgebung abzeichne, und die Photovoltaik, die trotz grossem Engagement der Bauherrschaft aufgrund der Auflagen der Denkmalpflege – analog zu anderen Gebäuden in der Altstadt – nicht habe umgesetzt werden können.

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Stossen auf das neue Kirchgemeindehaus an: Gäste an der Einweihungsfeier im Innenhof.

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Neben Regula Keller, Mitglied der Kirchenpflege des Pastoralraums Region Brugg-Windisch, Thomas Minder von der Evangelisch-methodistischen Kirche Windisch und dem Brugger Stadtrat Reto Wettstein überbrachte Christoph Weber-Berg, Präsident der Reformierten Kirche Aargau, Grussworte. Er freue sich über das frisch renovierte Kirchgemeindehaus, das als «Gotteshaus» ganz im Geist der evangelisch-reformierten Kirche gepflegt werden solle. «Bei den Reformierten muss man nicht immer einer Meinung sein, man darf auch vertrauensvoll streiten», so Weber-Berg, der Kirchenpflegepräsidentin Trudy Walter symbolisch eine kleine goldene Glocke mitbrachte. Er freue sich, mit der Kirchgemeinde Brugg im Gespräch zu bleiben, sagte der Präsident: «Ond du chsch mer jederziit aalüüte», sagte er bei der Übergabe seines Geschenks. 

Dem munteren Austausch widmete sich dann der abschliessende Teil der Feierlichkeiten, bei dem die Gäste die neuen Räumlichkeiten und den Garten mit feinen Köstlichkeiten von Caterer Markus J. Frey, Schloss zum Einhorn, Hettenschwil, in Besitz nehmen konnten. Musikalisch umrahmt wurde der Apéro vom Duo d’accord mit Mariusz Chrzanowski, Akkordeon, und Gerrit Boeschoten, Klarinette.

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Lädt zum Verweilen ein: Der neu gestaltete Innenhof.

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