Ausblick mit neuem Stiftungsrat

Im Mai wird das Museum Langmatt nach zweijähriger Sanierung wiedereröffnet. Dessen Stiftungsrat hat sich neu aufgestellt.
Bald ziehen in der Langmatt wieder Kunstaustellungen ein. (Bild: Erwin auf der Maur)

Nach rund zweijähriger Gesamtsanierung wird das Museum Langmatt am Samstag, 9., und Sonntag, 10. Mai, feierlich wiedereröffnet. Während der Instandstellung war die Sammlung impressionistischer Bilder, die den Kern des Museumsbestands der Langmatt ausmachen, in Lausanne, Köln und Wien zu Gast. Mit der Wiedereröffnung des Museums kehren die impressionistischen Meisterwerke in die Badener Villa zurück. In den sorgfältig renovierten und restaurierten Räumen mit ebenfalls restauriertem historischen Mobiliar, Teppichen und Kristallleuchtern und in der Galerie lassen sie die Langmatt in neuem Glanz erstrahlen.

Daneben startet das Museum im Mai auch wieder mit dem eigenen Ausstellungsprogramm. Den Auftakt macht mitunter das Duo Bigler-Weibel: Die beiden Berner Künstlerinnen Jasmin Bigler und Nicole Weibel arbeiten seit 2014 zusammen. In ihrer künstlerischen Praxis kombinieren sie Performance und digitale Medien zu ortsspezifischen Interventionen aus einer dezidiert weiblichen Perspektive. In einer Kabinettausstellung zeigen sie ihre Erkundungen in der Langmatt in Form einer Mehrkanal-Videoinstallation unter Einbezug von historischem Mobiliar aus der Sammlung. Zur Ausstellung erscheint ein Daumenkino.

Ebenfalls ab der Wiedereröffnung sondiert der Zürcher Künstler Reto Boller in der Langmatt die Grenzen zwischen Malerei, Architektur und Objekt. Kurz vor und während der Sanierung realisierte er verschiedene installative Massnahmen, die einen luziden Umgang mit dem historischen Gedächtnis der Langmatt zeigten. In seiner Kabinettausstellung sorgt der Künstler erneut für Überraschungen.

Der Badener Cartoonist Silvan Wegmann gehört hierzulande zu den profiliertesten seiner Zunft. Während der zweijährigen Sanierung der Langmatt griff er einmal pro Monat ein Thema der Renovation auf und spitzte es zu einer pointierten, humorvollen Darstellung zu. Seine zur Wiedereröffnung startende Kabinettausstellung lässt die verschiedenen Etappen der Renovation chronologisch Revue passieren.

Schliesslich gewährt das «Schaufenster Archiv» zwischen Mai und Januar einen Einblick in die Provenienzrecherchen zu 13 Werken der Langmatt-Sammlung und erläutert Zusammenhänge sowie historische Hintergründe.

Mit neuen Namen in die Zukunft
Im Hinblick auf die Wiedereröffnung des Museums hat der Stiftungsrat Langmatt drei neue Mitglieder in das Gremium berufen. Der Schritt dient der Stärkung des strategischen Führungsgremiums der Stiftung sowie dessen vorausschauender personeller Erneuerung, wie der Stiftungsrat in einer Mitteilung schreibt. «Wir freuen uns, mit Sandra Gianfreda, Patricia Geissmann und Marc Steiner drei ausgewiesene Fachpersonen im Stiftungsrat willkommen zu heissen. Ihre Wahl ist Teil einer frühzeitig eingeleiteten und geordneten Nachfolgeplanung, bei der bestehende und neue Mitglieder den Übergang gemeinsam gestalten», sagt Lukas Breunig-Hollinger, Präsident der Stiftung Langmatt.

Sandra Gianfreda ist Kunsthistorikerin und Kuratorin am Kunsthaus Zürich mit langjähriger Erfahrung in der Konzeption und Leitung von Ausstellungen auf internationalem Niveau. Patricia Geissmann ist Rechtsanwältin und Partnerin bei Geissmann Rechtsanwälte und Notare AG in Baden. Sie ist auf Gesellschaftsrecht und Unternehmensnachfolge spezialisiert. Marc Steiner ist diplomierter Treuhandexperte und Mitinhaber der Bräm und Steiner AG in Wettingen. Er bringt umfassende Erfahrung in Finanz- und Stiftungsfragen mit. (sim)