Rundes Jubiläum für den Dorfladen

Der Denner-Express in Bözberg, der seit 40 Jahren unter der stets selben Leitung steht, wurde am letzten Wochenende ausgiebig gefeiert.
Hanruedi Frei, Initiant des Denner-Express in Bözberg, koordiniert am Fest die Essensausgabe. (Bild: hl)

Bözberg – Treibende Kraft hinter dem Laden ist Hansruedi Frei, alt Brunnenmeister und Mann der Tat. Er hat zusammen mit Unterstützung nach der Schliessung der vormaligen Volg-Filiale vor eben 40 Jahren innert kürzester Zeit erfolgreich eine Genossenschaft aus dem Boden gestampft, sich mit dem ehemaligen Denner-Gründer Karl Schweri verständigt und den heute jubilierenden Laden ins Leben gerufen.
Der heute 76-Jährige war bei den Feierlichkeiten dabei und stand als Koordinator der Essensausgabe beim Eventzelt. «Ich freue mich riesig», sagte Frei. «Ständig kommen Menschen vorbei, die mich zu dem Effort, den wir als Gemeinschaft seit vier ­Dezennien leisten, beglückwünschen, die Blumen und manch guten Tropfen vorbeibringen. Es beschämt mich fast.» Tatsächlich war der Zeltpavillon gut besucht, der Austausch zwischen den Gästen funktionierte, und ständig brachten die Angestellten Nachschub an kühlen Getränken und anderem mehr.

«Wir sind mega dankbar»
Genossenschafterin Sandra Fehlmann, die früher als Kind noch die Volg-Zeit erlebte, sagt, sie sei «mega dankbar» für den heutigen Laden. «Im Lauf der Jahre hat er sich permanent weiterentwickelt und sich hinsichtlich infrastruktureller Ausstattung und Angebot verbessert», sagt sie. «Heute findet man fast alles, was ein Haushalt für den Tagesgebrauch benötigt.» Auch die Mönthaler Carina und René Foroni finden den Laden in Bözberg eine «gute Sache». Beide ­tätigen den Hauptteil ihrer Einkäufe für die fünfköpfige Familie hier. «Man kennt die Leute, das Sortiment passt, und der Weg ist für uns Mündeler ­optimal», sagt Carina Foroni.
Angela Suarez ist die amtsälteste Angestellte im Denner-Express. Sie ist seit 16,5 Jahren im Betrieb tätig, als Teil des sechsköpfigen Verkaufsteams, alle in Teilzeit im Einsatz. «Unsere Kundschaft rekrutiert sich von weit her – deutlich über die Bözberger Grenzen hinaus», bestätigt die Mitarbeiterin. «Das macht uns fast ­etwas stolz. Und wir sechs Frauen können es gut untereinander.»
Da bleibt nur noch, der Genossenschaft das Beste zu wünschen. Schon in zehn Jahren steht das nächste Jubiläum an.