Steigende Umsätze und ein E-Velo

Am Jahresgespräch der Stiftung Domino wurde nicht nur von Zahlen, sondern auch von mehr Selbstvertrauen dank einem Cargo-E-Velo berichtet.
Stiftung-Domino-Geschäftsführer Pirmin Wolfisberg (links) und Stiftungsratspräsident Philipp Küng. (Bild: mg)

Hausen – Philipp Küng, Stiftungsratspräsident von Domino, und Geschäftsführer ­Pirmin Wolfisberg sind positiv gestimmt: «Die Stiftung Domino konnte den Umsatz im Jahr 2025 weiter steigern», so der Geschäftsführer. Spenden und Legate haben einen schönen Teil ausgemacht, der Erfolg der Spendenrechnung beträgt 466 348 Franken. Sie kommen der Verbesserung der Lebensqualität der Bewohnenden und Mitarbeitenden zugute.
Ein Beispiel sei die Anschaffung eines Cargo-E-Velos, mit dem ein Mitarbeiter täglich zwischen den Häusern Bestellungen und Sandwiches ausliefert. Seit November 2025 hat er rund 500 Kilometer per Pedale zurückgelegt und viel an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen gewonnen.

Hauswartung und Gärten
Der Betriebsertrag belief sich letztes Jahr auf ungefähr 16 Millionen Franken, die Betriebsrechnung schloss mit einem positiven Ergebnis von 24 014 Franken ab. «Dazu haben die starken Produk­tions- und Dienstleistungserträge verholfen», so Pirmin Wolfisberg. Das sind zum Beispiel Hauswartungsaufträge, Haus- und Wohnungsräumungen sowie Gartenunterhalte.
Eine neu gekaufte CNC-Fräsmaschine in der Abteilung Mechanik generiert heuer neue Aufträge, da die Maschine schneller produziert und einfacher zu bedienen ist: «Unsere Mitarbeitenden können bei der Programmierung der Maschine mithelfen, das bedeutet mehr Beteiligung und Verantwortung, was für mehr Selbstvertrauen sorgt», sagte Pirmin Wolfisberg. Mit der Maschine werden Bestandteile für die Maschinen- und die Elektrobranche gefertigt.
Neu lässt ein regionales Hotel seine Wäsche von der Stiftung Domino waschen, was zu den 300 Kilogramm Wäsche pro Tag beiträgt. Sie wird hier sortiert, gewaschen, getrocknet und gebügelt. Ein regionales Textilunternehmen liefert ausserdem monatlich 60 000 bereits gewaschene Mikrofasertücher, die in der Wäscherei der Stiftung gefaltet werden. Und Privatpersonen mit grossen Wäschestücken wie zum Beispiel Duvets, Pferdedecken oder Zelten zählen zur Kundschaft, da die professionellen Waschmaschinen und Trockner bis zu 22 Kilogramm fassen.

Wohnhaus wird ­umgebaut
Letztes Jahr nutzten etwa 210 Menschen die Angebote der Stiftung, und zwar in den Bereichen Wohnen, Arbeiten und Tagesstruktur. Für sie sind gut 150 Angestellte zuständig, die zusammen auf ungefähr 105 Vollzeitstellen kommen. «Verlässlichkeit, Engagement und Fachlichkeit zeichnen unsere Angestellten aus», sagte Phi­lipp Küng am Jahresgespräch. Die Angestellten sorgten zudem dafür, dass die Bewohnenden und Mitarbeitenden an Aktivitäten wie zum Beispiel dem Waldatelier oder dem Musikatelier teilnehmen können. Im Waldatelier verbringe man einen Tag im Wald und helfe auch mal dem Förster, im Musikatelier werde musiziert.
Um den Menschen mit Assistenz­bedarf ein zeitgemässes Wohnen zu ermöglichen, wird das Wohnhaus ­Domino umgebaut. Es erhält Balkone, und der Garten wird neu gestaltet. Des Weiteren wird der Ausbau einer Wohngemeinschaft für Menschen mit herausforderndem Verhalten voran­getrieben.