Spielpause auf dem Holzturm

Ein Spielturm wurde auf dem Spielplatz des Schöneggparks aufgrund von Sicher­heits­­mängeln vorübergehend ­gesperrt.
Der gesperrte Spielturm in Brugg. (Bild: leh)

Brugg – Der Schöneggpark wirkt einladend. Stattliche Bäume prägen den Park, die Grünfläche ist grosszügig gestaltet, der Platz zum Sitzen und Essen ebenfalls. Dazu hat es zwei einfache Spieltürme.
Einer von ihnen ist derzeit jedoch eingezäunt. Der Turm mit einer Rutschbahn weist Sicherheitsmängel auf und musste temporär gesperrt werden, wie der Stadtrat mitteilt. Man sei bestrebt, den Spielplatz «so bald wie möglich wieder vollständig zugänglich zu machen». Die entsprechenden Abklärungen würden voraussichtlich rund drei Wochen in Anspruch nehmen.
Konkret weisen einzelne Teile des Geräts «erhebliche Alterserscheinungen auf und sind morsch geworden, was die Stabilität des Spielturms ­beeinträchtigt und ein Sicherheits­risiko darstellt», sagt Stadtschreiber Matthias Guggisberg auf Anfrage. Zudem entspreche das Gerät nicht mehr den geltenden Sicherheitsnormen, da sich die Anforderungen an Spielplatzgeräte im Lauf der Zeit weiterentwickelt hätten.

Erster Fall im Schöneggpark
Ein grundsätzliches Sicherheitspro­blem auf den Spielplätzen hat Brugg deswegen aber nicht. Der Schön­eggpark sei noch nie von einer solchen Sperrung betroffen gewesen. Vor fünf Jahren sei lediglich einmal ein anderer Spielplatz auf der Weiermatt aus Sicherheitsgründen geschlossen und innert kurzer Frist durch einen neuen ersetzt worden, der den heutigen Sicherheitsanforderungen entspreche, erklärt Matthias Guggisberg.

Dieser Spielturm im Schöneggpark ist derzeit nicht zugänglich. (Bild: leh)


Ausserdem würden die Spielgeräte auf den 25 öffentlichen Spielplätzen der Stadt mindestens einmal pro ­Woche kontrolliert und dokumentiert. «Zusätzlich findet einmal pro Jahr eine Hauptinspektion durch eine ausgebildete Fachkraft für Spielplatz­sicherheit statt», so Guggisberg.

Normen der Beratungsstelle
Die Stadt stütze sich bei der Kontrolle und Instandhaltung der Plätze an die von der Beratungsstelle für Unfallverhütung erlassenen sicherheitstechnischen Anforderungen und somit auf die Norm SN EN 1176 für Spielplatzgeräte und Spielplatzanlagen sowie die Norm SN EN 1177 für stossdämpfende Spielplatzböden. «Gestützt auf diese Grundlagen, führt die Stadt Brugg ihre Kontrollen von einem eigenen Mitarbeiter aus, der entsprechend ­geschult ist», so der Stadtschreiber.