Notausgang und Salamander

Die Gemeindeversammlung Ennetbaden bewilligt ein neues, permanentes Amphibienleitsystem sowie einen neuen Notausgang.
Trotz Kreditüberschreitung wurde die Abrechnung für den Neubau des Schulhauses Bachtal genehmigt. (Bild: sim)

Ennetbaden – An der Gemeindeversammlung von Ennetbaden vom 11. Juni wurden sämtliche traktandierten Geschäfte genehmigt. Die Versammlung nahm zunächst das Protokoll der letzten Gemeindeversammlung vom 13. November 2025, den Rechenschaftsbericht 2025 sowie die Jahresrechnung 2025 zur Kenntnis beziehungsweise genehmigte diese. Letztere schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 2,1 Millionen Franken. Budgetiert war ein Verlust von etwa einer Million Franken. Das wesentlich bessere Ergebnis ist vor allem auf höhere Steuererträge zurückzuführen. Diese lagen mit knapp 19,9 Millionen Franken rund 3 Millionen Franken über den Erwartungen. Ebenfalls zur Kenntnis genommen wurden die Legislaturziele für die Amtsperiode 2026–2029.

Permanentes Amphibien­leitsystem
Für den Schutz von Amphibien entlang der oberen Hertensteinstrasse wurde ein Bruttokredit von etwa 354 000 Franken gesprochen. Vorgesehen ist der Bau eines permanenten Amphibienleitsystems mit sechs Strassendurchlässen und Leitelementen. Bund und Kanton beteiligen sich mit maximal rund 159 000 Franken an den Kosten. Hintergrund sind die in den letzten Jahren nachgewiesenen bedeutenden Amphibienwanderungen, bei denen über 1200 Tiere vor dem Überfahren geschützt werden konnten.
Genehmigt wurden zudem zwei Kreditabrechnungen. Beim Neubau des Schulhauses Bachtal und bei der Sanierung des Schulhauses Posttal beliefen sich die Gesamtkosten auf ungefähr 22,5 Millionen Franken und lagen damit knapp 1,9 Millionen Franken über dem ursprünglich bewilligten Kredit von 20,6 Millionen Franken. Nach einem Beitrag des Kantons für die Schutzräume verbleiben Nettokosten von rund 22,4 Millionen Franken für die Gemeinde. Die Kreditabrechnung für den Ersatz des Baumbestands auf dem Gemeindehaus- und dem Schulhausplatz schloss hingegen deutlich unter Budget ab. Statt der bewilligten 275 000 Franken lag der Aufwand bei lediglich ungefähr 201 000 Franken. Die Minderkosten sind auf eine reduzierte Neubepflanzung infolge eines geplanten Tunnelfluchtwegs sowie auf günstigere Vergaben der Gärtnerarbeiten zurückzuführen.
Weiter bewilligte die Gemeindeversammlung einen Kredit von 1,55 Millionen Franken für die Erneuerung der Werkleitungen und die Sanierung der Neuackerstrasse. Das Projekt umfasst die Erneuerung von Belägen, Entwässerung und Beleuchtung sowie den Ersatz einer veralteten Wasser­leitung. Zusätzlich sollen Baumrabatten geschaffen werden, um Asphaltflächen zu entsiegeln, Schatten zu spenden und die Verkehrssicherheit in der Tempo-30-Zone zu erhöhen.
Schliesslich stimmte die Gemeindeversammlung einem Kredit über 880 000 Franken für den Bau eines zusätzlichen Notausgangs für die Räume über dem Goldwandtunnel zu. Damit sollen die Anforderungen an Fluchtwege erfüllt und die zukünftige Nutzung des Tunnelraums, insbesondere als Lagerfläche, ermöglicht werden.