Im November 2023 bewilligte die Gemeindeversammlung in Lengnau für die Sanierung des 1985 erstellten und unmittelbar an der Surb gelegenen und in die Jahre gekommenen Werkhofs samt dem dazugehörenden Areal einen Projektierungs- und Planungskredit in Höhe von 150 000 Franken.
«In der Folge wurden für die Phasen ‹Projektierung, Planung und Bau› Offerten eingeholt. Nach der Submission konnte die Ausarbeitung des Projekts an die Lumo Architekten AG vergeben werden, und im Juni 2024 genehmigte der Souverän den für die Realisierung beantragten Kredit über 2,9 Millionen Franken», so Vizeamman Werner Jetzer anlässlich der Medieninformation am 16. Juni, zu der er auch Roman Häusermann, Förster und Leiter der Technischen Betriebe, sowie Roland Kaufmann, Lumo Architekten AG, willkommen hiess.
Dabei wurde ausführlich über die schon ausgeführten und noch anstehenden Arbeiten bis zur Wiederinbetriebnahme im kommenden Februar berichtet. So wurde der einsturzgefährdete Holzschopf bereits abgerissen. Für die Lagerung der Holzschnitzel für die erst kürzlich ersetzte Holzschnitzelheizung konnte eine zweckmässige Lösung gefunden werden. Dadurch können die Auflagen des Kantons erfüllt und der vorgeschriebene Abstand zur Surb eingehalten werden.
Schadstoffbelastung eliminieren
«Dass der auch öffentlich genutzte Sitzungsraum im Dachstock, in dem etwa 50 Personen Platz haben, nicht barrierefrei zugänglich ist, war uns schon lang ein Dorn im Auge», so Viktor Jetzer. Das soll nun mit einem über alle drei Geschosse führenden Cargolift, der es ausserdem erlaubt, die Warenlager in den oberen Geschossen optimal zu nutzen, möglich gemacht werden. Ergänzt wird der Raum mit einer zweckmässigen Küche. Der undichte, verglaste Dachaufbau über dem Sitzungsraum wird zurückgebaut. Zur Belichtung der Dachstockräume werden Dachflächenfenster eingebaut. Das erfordert eine Neuentdeckung des Daches. Die alten Betonziegel und die darunterliegenden schadstoffhaltigen Deckenverkleidungen werden vorschriftsgemäss entsorgt. Die bestehende Photovoltaikanlage wird demontiert, gereinigt und danach wieder montiert.
Nachdem die im Untergeschoss gelegene Kommandozentale des Gemeindeführungsstabes unlängst saniert worden ist, wird diese belassen. An der Gebäudehülle werden neue Fenster und Türen eingebaut. Der Werkhof erhält auf die gesamte Länge ein neues Vordach. Die bestehenden Falttore zu den Einstellhallen werden durch Rolltore ersetzt. Die Einfahren werden erhöht und in der Breite von 3 Metern auf 3,3 Meter erweitert. Ersetzt werden zudem die schadstoffhaltigen Böden in den Einstellhallen. Das Ausbruchmaterial wird in einem speziellen Verbrennungsofen in den Niederlanden entsorgt. Mit eine E-Ladestation wird einer künftigen Beschaffung von E-Fahrzeugen Rechnung getragen.
Aufwertung der Arbeitsplätze
«Im Zuge der Sanierung werden Frischwasserleitungen und Elektroinstallationen ersetzt und ergänzt. Durch die LED-Technologie entsteht eine energieeffiziente, nachhaltige Beleuchtung», so Roland Kaufmann von der Lumo Architekten AG. Ein Augenmerk gilt dem Brandschutz und der Arbeitssicherheit. So wird im neuen Treibstofflager die Einrichtung gemäss den kantonalen Vorschriften umgesetzt.
Um die aktuellen Arbeitsbedingungen zu berücksichtigen, werden neben Roman Häusermann drei Werkhof- und zwei Forstmitarbeitende sowie ab August drei Lernende in den Genuss eines Aufenthaltsraums mit Kochgelegenheit, Garderoben und Sanitäranlagen kommen. Zudem soll ein disponibler Raum ermöglichen, weibliche Mitarbeitende anzustellen. Aufgewertet werden die Arbeitsplätze durch neue Böden und zeitgemässes Mobiliar.